Polizei ausgelacht

Strafunmündige Bande frustet Grazer Exekutive

Steiermark
18.06.2010 19:07
Raub, Einbruch, Diebstahl - Delikte, für die Kriminelle eigentlich einige Jahre hinter Gittern verbringen müssen. Das bleibt jenen drei mutmaßlichen Serientätern, die jetzt von der Grazer Kripo überführt wurden, erspart. Zu den Tatzeitpunkten waren alle Verdächtigen erst 13 Jahre alt - und damit strafunmündig.

Dreimal sollen die Burschen mit Migrationshintergrund, die nur selten in die Schule gehen, im Styria Center in der Annenstraße in dasselbe Café und zuletzt auch noch in die dortige Pagro-Filiale eingebrochen sein. Beute: 2.800 Euro Bargeld und Elektronikartikel im Wert von rund 300 Euro. Am Tag nach dem letzten Einbruch wurde einer der mutmaßlichen Täter 14 Jahre alt - er hatte seine Strafunmündigkeit offenbar bis zum letzten Augenblick ausgenützt. 

"Eltern völlig überfordert"
Obwohl sie die Straftaten klären konnten, sind die Ermittler frustriert: "Wir mussten die Buben laufen lassen, sie haben uns ausgelacht. Die Eltern sind völlig überfordert, sie lassen es zu, dass die Kinder nächtelang ohne Aufsicht in der Stadt unterwegs sind", so ein erhebender Beamter. Die drei Buben sind mittlerweile schon Stammgäste bei der Grazer Polizei - und das nicht wegen Kleinigkeiten.

So sollen sie zu jener siebenköpfigen Schlägergruppe, die Anfang März in der Robert Stolz-Gasse einen 18-Jährigen überfiel und ausrauben wollte, gehören. Auch an einem Überfall im Schloßbergstollen waren sie laut Exekutive beteiligt.

von Peter Riedler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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