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Grazer Regisseur peitschen Hurrikans um die Ohren

02.09.2010, 09:23
Grazer Regisseur peitschen Hurrikans um die Ohren (Bild: Ninaus)
Foto: Ninaus
Für die ORF- Serie "Menschen und Mächte" hat sich der Grazer Regisseur Alfred Ninaus (im Bild) auf die Spuren des Ökonomen Leopold Kohr begeben. Die letzte Station auf der Karibik- Insel Anguilla wird jetzt zur Geduldsprobe. Nach Drehschluss folgte auf Hurrikan "Earl" Hurrikan "Fiona". Die Flughäfen sind gesperrt, das Film- Team sitzt fest: "Gegen Flug- und Schiffssperren sind wir einfach machtlos. Es hängt von Fiona ab, wann wir die Insel endlich verlassen können."

So hat Regisseur Ninaus seine angekündigten Fotos und Berichte von den Dreharbeiten zur Film- Doku über Leopold Kohr nicht vorgestellt. Auf den Spuren des Ökonomen und Träger des Alternativen Nobelpreises ist in New York, Washington oder Puerto Rico zuletzt noch alles glatt gegangen. Auch im Sonnenparadies Anguilla lief tagelang alles nach Plan. Auf den Drehschluss folgen jetzt freilich ungeplante "Überstunden" - und zwar ohne Urlaubsfeeling.

Stromversorgung und Telefonnetz lahmgelegt
Den geplanten Abflug am Montag verhinderte der vernichtende Hurrikan "Earl". Ninaus: "Die Schäden auf der Insel sind enorm! Die Stromversorgung ist ebenso zusammengebrochen wie das Telefonnetz. Wir saßen drei Tage in unserem Hotel fest." Mit dem Abzug von "Earl" verbesserten sich die Aussichten für das siebenköpfige Filmteam aus Österreich aber nur kurz. Bereit zum Abflug baute sich Hurrikan "Fiona" drohend vor der Insel auf. "Der Flughafen wurde natürlich wieder geschlossen. Wir kommen von der Insel einfach nicht weg", bedauert der Regisseur, der im karibischen Krisengebiet seine sechsköpfige Crew einigermaßen bei Laune halten muss.

Airlines wollten 10.000 Euro für Umbuchung
Von American Airlines wurden die rot- weiß- roten Filmemacher sprichwörtlich sitzen gelassen. Ninaus: "Wir wollten ja früher weg, weil wir von den bevorstehenden Hurrikans wussten. Die verlangten 10.000 Euro für die Umbuchung konnten wir hier aber nicht auftreiben." Seine Hoffnung: "Wir müssen unbedingt mit der Faire nach St. Martin - von dort könnten wir mit Air France nach Europa."

von Thomas Bauer, "Steirerkrone"

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