Generalsekretär Vilimsky habe nur beleuchten wollen, dass es ein eigenartiges Verhalten der Regierungsmitglieder sei, sich "vor dem Opernball gegenseitig Orden zu verleihen, um nicht nackt erscheinen zu müssen", argumentierte Strache. Angesichts der steigenden Staatsschulden, des Verlusts des Triple-A und der "tollen" Arbeit, die die Regierung sonst noch geleistet habe, sei es eine Provokation, sich Orden umzuhängen.
"Ich hätte das Ehrenzeichen schon vor sechs Jahren verdient"
Er selbst verdiene das Ehrenzeichen wegen seiner mehrjährigen Wiener Landtagstätigkeit, betonte Strache: "Eigentlich wäre es mir schon vor sechs Jahren zugestanden" - eine Sichtweise, die umstritten ist.
Den Orden nicht anzunehmen, sei jedenfalls keine Alternative, sagte der FPÖ-Chef: "Die eitlen Pfauen von Rot-Schwarz würden ihn ja trotzdem tragen." Zudem werde damit jahrelange Oppositionspolitik honoriert. Strache sollte das "Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern" erhalten.
Ehrenzeichen für Minister und Landeshauptmann Dörfler
Dem Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler ist am Mittwoch in der Hofburg von Bundespräsident Heinz Fischer das "Große Silberne Ehrenzeichen am Bande" für Verdienste um die Republik Österreich überreicht worden. Fischer bezeichnete die Ehrung als symbolischen Dank für die Mitwirkung Dörflers an der Ortstafellösung sowie für ein Jahrzehnt der Regierungsverantwortung in Kärnten.
Am Dienstag hatten bereits zahlreiche Mitglieder der Bundesregierung Ehrenzeichen der Republik erhalten: Das "Große Goldene Ehrenzeichen am Bande" ging an Kanzler Werner Faymann, Vizekanzler Michael Spindelegger sowie die Minister Niki Berlakovich, Reinhold Mitterlehner, Gabriele Heinisch-Hosek, Rudolf Hundstorfer und Alois Stöger. Staatssekretär Josef Ostermayer erhielt das "Große Silberne Ehrenzeichen am Bande".
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