"Die politischen Umstände, die kriegerischen Auseinandersetzungen, hohe Kriminalität und gesundheitliche Risiken machen die Demokratische Republik Kongo zu einem der gefährlichsten Länder der Welt" - so ein kurzer Auszug aus der Reisewarnung des Außenamts. Wie gefährlich es dort tatsächlich sein kann, bekamen der österreichische Abenteurer Felix F. und sein deutscher Reisekollege am eigenen Leib zu spüren.
Männer von bewaffneten Rebellen verschleppt
Von Uganda kommend, passierte das Duo am 5. Jänner auf seinem Afrika-Trip die Grenze. Nach nur wenigen Stunden auf kongolesischem Boden dann das Horrorerlebnis: In der Provinz Rutshuru stoppten Bewaffnete den Geländewagen der Abenteurer.
Lautstark traten die Mitglieder der Rebellengruppe FDLR (Demokratische Kräfte zur Befreiung Ruandas) auf das Fahrzeug ein, zwangen Felix F. und seinen Partner mit vorgehaltenen Waffen, aus dem Wagen zu steigen. Die Rebellen nahmen dem Duo sämtliche Gegenstände ab, darunter Papiere, 4.000 Dollar, Kreditkarten und Laptops, um die beiden Abenteurer danach in das Dorf Kisheguru zu verschleppen.
Blauhelme befreiten Männer aus Fängen der Rebellen
Dem Deutschen gelang es, heimlich eine Nachricht an seine Botschaft zu senden, die umgehend die in der Nähe stationierte UN-Friedenstruppe MONUSCO einschaltete. Sofort rückten Blauhelme aus, um eine Befreiungsaktion zu starten, und stellten die Rebellen. Ohne auch nur einen einzigen Schuss abzufeuern, gaben die Bewaffneten auf und ihre Geiseln frei. Die Beutestücke - bis auf das Auto - behielten sie.
Felix F. und sein Partner wurden danach nach Beni gebracht, von wo aus die Abenteurer - trotz dieses Schockerlebnisses, das ganz anders hätte ausgehen können - ihre Reise fortsetzten.
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