"Schwuchtel"-Sager

Königshofer (FPÖ) “korrigiert” Aussage und setzt noch nach

Tirol
10.01.2010 13:57
Der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Werner Königshofer provoziert die Tiroler Grünen weiter: Anstatt "Landtagsschwuchtel" will der Parlamentarier den Landtagsabgeordneten Gebi Mair künftig "eine homophile Bereicherung des Tiroler Landtages" nennen, erklärte er in einer Aussendung am Sonntag.

"Um seine zarte Seele nicht weiter zu erregen", begründete Königshofer. Er hatte mit seiner Äußerung, in der er Mair eben als "Landtagsschuchtel" bezeichnete, in einem Blog am Freitag für Aufregung gesorgt, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek erteilten ihm daraufhin eine Schelte.

"Salonsozialistinnen" bringen nur "Worthülsen"
Er habe auf die "von Mair übrigens selbst geoutete sexuelle Neigung in einem Nebensatz hingewiesen", weil die Politik des Grünmandatars "völlig an den Interessen der Bevölkerung vorbeigehe", hieß es in der Aussendung. Die darauf erfolgte Verteidigung der "beiden Salonsozialistinnen" bezeichnete Königshofer als "moralisierende Worthülsen" und kritisierte deren "politische Einäugigkeit" im Hinblick auf manch andere Bereiche.

Und weitere Tiefschläge gegen die SPÖ
"Überreichlichen Bedarf an begründeten Rügen" gebe es nach Ansicht des FP-Abgeordneten beispielsweise beim Staatsbudget, dem 93 Millionen Euro entgangen waren und wofür bei der Kommunalkredit die "rote Kollegin Dr. Claudia Hase-ich-weiß-von-Nichts, Pardon: Schmied, mitverantwortlich sei".

Königshofer bezeichnete Prammer und Heinisch-Hosek in diesem Belangen als "politisch korrekte Frontkämpferinnen". Bezüglich der Abtreibung "Zigtausender, ungeborener Kinder" nannte er sie "Gutmenschinnen", von denen bei dieser Tatsache "gewöhnlich nichts zu hören sei".

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