Fasziniert von den Reiseberichten seines Bruders wollte Elmar S. es ihm gleichtun - und sich selbst ein Bild von Südamerika machen. Also flog der 30-Jährige als Rucksacktourist Anfang September allein nach Peru. Rund drei Wochen war der Naturliebhaber und Umweltaktivist aus Villach dort nachweislich als Tramper unterwegs - bis er am 18. September schließlich die bolivianische Grenze überquerte.
Mit seiner Mutter in der Heimat hatte er noch einen Tag später Kontakt via E-Mail - alles schien in bester Ordnung. Seitdem gab es jedoch von Elmar S. kein Lebenszeichen mehr. Sein Handy ist ausgeschaltet, niemand hat den Kärntner seither gesehen.
"Tun alles, was in unserer Macht steht"
In der Hoffnung auf ein Wunder stand die ganze Familie am 29. September schließlich in der Bahnhofshalle in Villach - doch der Verschollene tauchte nicht wie eigentlich geplant dort auf. Die Ermittlungen der Exekutive und dem unterstützenden österreichischen Außenamt laufen vor Ort auf Hochtouren.
Ein Polizeisprecher: "Wir tun alles, was in unserer Macht steht, haben bereits sämtliche Pensionen, Hotels und Krankenhäuser überprüft - ohne Erfolg. Jetzt hoffen wir auf die Unterstützung der Bevölkerung. Leider können wir derzeit nichts ausschließen." Im ganzen Land wurden Flugzettel ausgehängt, im Internet wird nach dem Verschwundenen gefahndet. Auch die Eltern von Elmar sind am Samstag angereist, um bei der Suche nach ihrem verschwundenen Sohn zu helfen.
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