Nach einem Sturz auf dem Weg von seinem Auto zu seinem Wochenendhaus erfror ein 66-jähriger Kärntner in der Nacht auf Samstag in der Obersteiermark nahe der kärntnerischen Grenze. Der Tote wurde Samstag früh von einem Gemeindearbeiter, der im Streudienst im Einsatz war, auf dem Zufahrtsweg zu der Wochenendhaus-Siedlung auf der Turracher Höhe gefunden.
Der 66-Jährige hatte sein Auto abgestellt und wollte das letzte Stück - knapp 50 Meter - auf dem schneebedeckten, eisigen Weg zu seinem Häuschen, das der Kärntner alleine bewohnte, gehen. Dabei kam er zu Sturz, konnte aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen und erfror. Abgesehen von Abschürfungen konnten an der Leiche keine Verletzungen festgestellt werden. Alkoholisierung dürfte keine vorgelegen sein, so die Polizei.
Seit Beginn der Kältewelle sind in Österreich damit bereits vier Menschen erfroren: In Herzogenburg in Niederösterreich verstab in der Nacht auf Montag ein 72-Jähriger nach einem Autounfall. Am Mittwoch erfror eine 83-Jährige in Langegg im Bezirk Neunkirchen. Und in der Steiermark fanden Schulkinder am frühen Donnerstagmorgen in einem Park im steirischen Bad Radkersburg die Leiche eines 50-Jährigen.
In Seefeld so kalt wie am Sonnblick
Der Tiroler Wintersportort Seefeld, der westlich von Innsbruck auf einer Seehöhe von etwa 1.200 Meter liegt, war bereits in der Nacht auf Freitag mit minus 22,9 Grad Rekordhalter unter den bewohnten Orten gewesen. In Ehrwald, ebenfalls in Tirol, wurden in der Nacht auf Samstag minus 26,3 Grad gemessen, in Tannheim minus 26,7, in Schoppernau minus 26,3 Grad und auf der Rudolfshütte minus 26,4 Grad. Seefeld wurde mit seinen minus 28,3 Grad nur vom Sonnblick geschlagen (-28,6 Grad).
Die kältesten Landeshauptstädte waren Innsbruck und Salzburg: Dort wurden jeweils 16,8 Grad registriert. In Bregenz sank die Temperatur auf 15,6 Grad. Eine im Vergleich dazu durchaus milde Nacht haben die Grazer hinter sich: In der steirischen Landeshauptstadt betrug der Tiefstwert "nur" minus 7,6 Grad.
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