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Flugzeug wenige Meter vor Gasthaus abgestürzt

03.09.2010, 10:46
Foto: APA/foto-kerschi.at/Werner Kerschbaummayr / Video: krone.tv
Rettungslos verloren sind ein Fluglehrer und sein Schüler gewesen, als ihre Maschine am Donnerstag bei einem Prüfungsflug in Hirschbach im oberösterreichischen Bezirk Freistadt direkt neben einem Gasthaus gegen eine Böschung krachte und sofort in Flammen aufging. Der 67- jährige Fluglehrer aus Leonding und sein 20- Jähriger Schüler aus Tirol verbrannten im Wrack.

Um 13.32 Uhr hatte die zweimotorige Tecnam der Flugschule "AeronautX" vom Linzer Airport abgehoben. Der 20- Jährige aus Ampass sollte mit seinem Lehrer einen Prüfungsflug in seiner Ausbildung zum Linienpiloten absolvieren.

"Es gab keinen Tuscher, nur Rauch"

"Die Maschine kreiste und war dann weg. Es gab keinen Tuscher, nur Rauch", sagt Roswitha Freudenthaler (48) aus Schenkenfelden, die beim Wandern Zeugin des Dramas beim Gasthaus Dunzinger wurde. "Auch wir haben nichts vom Absturz gehört", bestätigt Wirt Alois Schimpl (50) den "lautlosen Crash".

Der Pilot habe nach Angaben der Polizei am Flughafen Freistadt Landung mit Durchstarten geübt und dabei die Böschung gerammt. Die Tecnam lag brennend am Dach. "Wir konnten nichts tun", sagten Barbara Stögmüller (26) und Roland Brandl (25) vom Fliegerclub Freistadt, die mit Feuerlöschern zu Hilfe eilten. Der Fluglehrer hinterlässt Frau und Tochter.

"Der Lehrer war einer der erfahrensten Fluglehrer, der Schüler war gut ausgebildet, die Maschine nur ein Jahr alt. Wir sind geschockt, können uns den Absturz nicht erklären", so Günter Bald, General- Manager von "AeronautX". Die Maschine war laut der Website der Flugschule erst im Jahre 2009 als erste Tecnam P2006T in Österreich zugelassen worden.

Ermittlungen könnten Monate dauern

Die Ermittlungen zur Absturzursache gestalten sich äußerst schwierig: Die Flugunfalluntersuchungsstelle führt die Erhebungen an der Absturzstelle durch und untersucht die noch vorhandenen Teile der völlig zerstörten Maschine. "Das kann bis zu einem halben Jahr dauern", sagte Hermann Feldbacher von der Sicherheitsdirektion Oberösterreich am Freitag.

Nicht weniger kompliziert sei es, bei der Obduktion die verkohlten Leichen zu unterscheiden. Man habe zur Identifizierung die Zahnärzte der Todesopfer kontaktiert, jener des 20- Jährigen befinde sich aber derzeit auf Urlaub. Die medizinischen Untersuchungen sollen ebenfalls mehrere Wochen dauern. Sie dürften aber auch keine neuen Erkenntnisse zur Unfallursache liefern, so Feldbacher.

von Markus Schütz, Christoph Gantner und Jasmin Gaderer ("OÖ Krone") und krone.at

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