Dubiose "Karikatur"

Ermittlungen gegen FPÖ-Chef Strache eingestellt

Österreich
07.01.2013 14:55
Die Staatsanwaltschaft Wien hat die Ermittlungen wegen eines als antisemitisch kritisierten Cartoons auf der Facebook-Seite von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache eingestellt. Man sehe den Tatbestand der Verhetzung nicht erfüllt, hieß es am Montag vonseiten der Anklagebehörde. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl nahm die Einstellung "mit Genugtuung zur Kenntnis".

Der Cartoon hatte im Sommer für Aufregung gesorgt: Zu sehen war ein dicker Banker, der von einem Regierungsbeamten angefüttert wird. Im Gegensatz zu einer alternativen Version, die im Web kursiert, war der Banker auf Straches Homepage zuerst mit deutlich gekrümmter Hakennase sowie Davidsternen als Manschettenknöpfe versehen. Nach heftiger Kritik an dem Posting tauschte Strache die Karikatur gegen eine unverfängliche Variante aus. Dennoch beteuerte er immer wieder, dass er keine Davidsterne auf dem Bild erkennen könne.

Bei der FPÖ selbst zeigte man sich nun jedenfalls zufrieden. "Die Einstellung bestätigt das, was wir immer schon sagten. Dass es sich weder vom Inhalt noch von der Intention her um Antisemitismus handelt", meinte Kickl. Er sah in der Einstellung eine "Watsche ins Gesicht der linken Berufsvernaderer, die jetzt irgendwann gescheiter werden müssten. Aufgrund meiner Erfahrung gehe ich aber nicht davon aus, dass sie irgendwann dazulernen".

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