Die Umfrageteilnehmer werten sowohl FPÖ als auch BZÖ mit rund 43 Prozent als glaubwürdig. Dabei ging es aber nicht um die Zustimmung zu den politischen Positionen, sondern um die überzeugende Vermittlung der jeweiligen Botschaften. Der politische Stil der beiden Konkurrenten wird deutlich unterschiedlich beurteilt: Während 85 Prozent die FPÖ als populistische Partei einstufen, tun das beim BZÖ „nur“ 62 Prozent.
Rechtsdrang bei FPÖ deutlicher als bei den Orangen
Inhaltlich verkörpern für die Befragten - wenig überraschend - beide Parteien Anti-Zuwanderungs- und Anti-EU-Politik. Die FPÖ wird dabei aber um einiges deutlicher wahrgenommen. So treten die Freiheitlichen aus der Sicht von rund 96 Prozent der Befragten gegen Ausländer auf, das BZÖ vertritt diese Linie für nur 80 Prozent. Ähnlich das Ergebnis in Sachen Europa: Für rund 84 Prozent fahren die Blauen einen Anti-EU-Kurs, dem BZÖ wird dieser von nur 67 Prozent attestiert.
Freuen dürfen sich die Orangen über deutlich mehr Vertrauen der Bevölkerung in ihre Regierungskompetenz. Rund 59 halten das Bündnis für regierungsfähig, den Freiheitlichen trauen hingegen nur rund 37 Prozent gute Arbeit in der Regierung zu.
Haider-Antritt für Strache von Nachteil
Keine Überraschung war für die Wähler offenbar die Rückkehr des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider an die BZÖ-Spitze. Nur 13 Prozent der 773 befragten Wiener haben „ganz und gar nicht erwartet“, dass Haider Spitzenkandidat des BZÖ wird. Rund 67 Prozent haben gar mit seinem Antreten ohnehin „mehr oder weniger sicher gerechnet“. Haiders Kandidatur wird als beträchtliche Herausforderung für FPÖ-Spitzenkandidaten Heinz-Christian Strache gesehen. So glauben 72 Prozent, dass sein Antritt für Strache von erheblichem Nachteil sein wird.
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