Galt Waffenlieferung
US-Behörden: Israel bestätigte Angriff auf Konvoi in Syrien
Israel habe die USA über sein Vorgehen informiert, berichtet die Zeitung. Öffentlich wollte die Regierung in Jerusalem die Berichte nicht kommentieren. Allerdings hatte es zuletzt vermehrt Warnungen über mögliche Waffenlieferungen von Syrien in den Libanon gegeben. Man werde eingreifen, sollte die Gefahr bestehen, dass Chemiewaffen oder hochentwickelte konventionelle Waffen aus Syrien in die Hände der pro-iranischen, schiitischen Hisbollah-Miliz (im Bild Unterstützer bei einer Kundgebung) gelangen könnten, hieß es aus Israel. Das Land befindet sich mit seinem nördlichen Nachbarn Libanon bis heute offiziell im Kriegszustand.
Das syrische Regime hatte zuvor von Angriffen auf eine militärische Forschungseinrichtung nahe Damaskus gesprochen und dementiert, dass ein Waffenkonvoi das Ziel gewesen sei. Zwei Menschen seien bei der Militäraktion getötet worden. Schon am Mittwochnachmittag hatte der Libanon Spekulationen über einen israelischen Angriff auf einen Waffentransport dementiert. "Die Meldungen über einen israelischen Angriff an der syrisch-libanesischen Grenze entbehren jeder Grundlage", meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA.
Allerdings teilten die libanesischen Streitkräfte mit, israelische Flugzeuge seien in der Nacht auf Mittwoch in den südlibanesischen Luftraum eingedrungen. "Jets haben die Region um Mitternacht herum in geringer Höhe überflogen. Es war ein Geräusch wie vom Durchbrechen der Schallmauer zu hören", so eine Quelle im Sicherheitsapparat. Die UNO-Truppen im Libanon betonten, sie hätten keine Informationen über einen möglichen Angriff.
Hisbollah unterstützt Assad
Die Hisbollah unterstützt das Regime des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad seit Beginn des Aufstandes gegen ihn im Jahr 2011. Hintergrund ist unter anderem, dass über Syrien immer wieder Waffen aus dem Iran in die Hände der im Südlibanon operierenden Miliz gelangen. In einer Zeit nach Assad wäre dieser Versorgungsstrang nicht länger gesichert. Die Hisbollah betrachtet sich als Stellvertreter des Iran im Libanon und gilt als einer der größten Feinde Israels. Schon jetzt kann die Miliz mit ihrem rund 80.000 Raketen starken Waffenarsenal Ziele in fast ganz Israel treffen. Sollten nun auch Chemiewaffen aus syrischen Beständen hinzukommen, würde das die israelische Sicherheit zusätzlich gefährden.







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