Im jüngsten Gemeinderat ließ Innsbrucks Bürgermeisterin mit deutlichen Worten aufhorchen: "Auch dem Zentralraum Innsbruck mit seinen 200.000 Einwohnern müssen nun Skigebietszusammenschlüsse erlaubt werden, so wie vor 10, 15, 20 Jahren im Ober- und im Unterland!", forderte sie. Innsbruck wolle nicht noch mehr ins Hintertreffen geraten: "Es ist ohnehin schon 10 Jahre zu spät!"
Nicht nur touristische Gründe
Oppitz-Plörer schwebt nicht nur die kleine Variante vor, also die Verbindung Muttereralm mit der Lizum via Birgitzköpfl: Darüber noch zu diskutieren, sei wohl überflüssig, das müsse kommen. Die große Lösung, also den Skigebietszusammenschluss der Lizum mit der Schlick, ist schon schwieriger zu erreichen, weil das Ruhegebiet Kalkkögel mit einer Seilbahn überspannt werden müsste. "Da wird man nachdenken dürfen", sagte Oppitz-Plörer. Große Zusammenschlüsse seien auch anderen Regionen in Tirol zugestanden worden, also müsse das auch für den Zentralraum Innsbruck möglich sein. Dafür sprechen nicht nur touristische Gründe. "Man würde es 200.000 Einheimischen im Einzugsgebiet ermöglichen, mit wenig Kilometern ins Skigebiet zu gelangen. Das ist eine Form der ökologischen Freizeitgestaltung."
Dass Schutzgebiete von den Fusionen betroffen sind, nimmt die Bürgermeisterin zur Kenntnis: "Wir haben in der Umgebung rund um Innsbruck die höchste Dichte an Schutzgebieten in ganz Tirol." Die Koalitionspartner SPÖ und ÖVP äußerten Zustimmung zu Oppitz' Kurs, skeptisch sind die Grünen: "Schutzgebiete sind ja kein Störfaktor, sondern ein Wirtschaftsfaktor!"
Kartenverbund: Lizum zurück zu Innsbruck
Sollte die kleine Fusion tatsächlich bald kommen, müsste auch das leidige Problem Verbundkarten gelöst werden: Derzeit gehört ja die Axamer Lizum zur Oberländer Regiocard, obwohl es sich um ein "Innsbrucker" Skigebiet handelt.
von Philipp Neuner, Tiroler Krone
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