Zwischen sieben und zehn Millionen Euro kostet die kleine Fusion der Skigebiete Lizum und Mutters. Das Geld dafür soll zur Gänze von der öffentlichen Hand kommen. Dieser Umstand regt LA Fritz Gurgiser auf: "Was sind denn das alles für miese Projekte, wenn sie auf Steuergeld angewiesen sind", fragt er. "Wenn ein Projekt gut ist, dann finden sich private Investoren. Wenn nicht, dann Finger weg davon!", warnt er. Ständige Zuschussbetriebe überfordern die Gemeinden finanziell. "Sie haben ja auch nichts von diesem konkreten Projekt. Die läppische Kommunalsteuer für die wenigen Angestellten fällt ja wohl kaum ins Gewicht. Das System, Gewinne für Seilbahner, Kosten für die Allgemeinheit, müsse endlich einmal durchbrochen werden.
Grüne: Bedingtes Ja
Nicht ganz so kritisch sehen die Grünen die Fusion: "Mit ein weinig Bauchweh können wir einem Zusammenschluss von Mutterer Alm und Lizum zustimmen. Dieser Zusammenschluss wird auch in der Bevölkerung eher gewünscht, als die Verbindung zur Schlick", erklärt die Axamer Grün-Gemeinderätin Gabriele Kapferer-Pittracher. "Aber nur, wenn dadurch eine Verkehrsentlastung im Mittelgebirge gewährleistet wird, die Wertschöpfung in den Gemeinden liegt und es bei den geringfügigen Adaptierungen bleibt. Das heißt keine neuen Pisten!"
Wichtig sei vor allem aber auch eines: "Mit der Verbindung Lizum und Mutterer Alm muss im Ruhegebiet Kalkkögel ein für alle mal wirklich Ruhe sein", sagt Gemeinderätin Medwedeff. Das Argument mit zusätzlichen Arbeitsplätzen lässt aber auch sie nicht gelten.
von Philipp Neuner, Tiroler Krone
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