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Feinstaub: Fahrverbote in Klagenfurt möglich

Kärnten
30.09.2009 11:50
Auto-Abgase verpesten die Luft, ohne die Leben unmöglich ist. Seit Jahren steht Klagenfurt mehr oder weniger ernsthaft im Kampf gegen Feinstaub, doch allein heuer wurden bereits 26 Grenzwert-Überschreitungen gemessen. Umweltzonen heißt jetzt das neue Zauberwort, um die Autos einzubremsen – durch Fahrverbote.

Jedes zehnte Kind leidet an Asthma – laut Weltgesundheitsorganisation ist die Schadstoffbelastung durch den Kfz-Verkehr auch für die vermehrten Allergien verantwortlich. „Der Verkehr verursacht 60 Prozent der Stickoxid-Emission. Es braucht rasch ein Maßnahmenpaket, damit die Luft sauberer und gesünder wird“, so Martin Blum vom Verkehrsclub (VCÖ).

Zauberwort "Umweltzonen"
Mögliche Maßnahmen für Klagenfurt wird er nach dem Feinstaubkongress (Donnerstag und Freitag im Konzerthaus) vorschlagen. Dazu gehören auch Umweltzonen, wie es sie in den großen deutschen Städten seit fast zwei Jahren gibt. 

In Berlin, Köln und Hannover wurden Zonen bestimmt, in denen ausschließlich Wagen mit guten Abgaswerten fahren dürfen. Je nach Schadstoffklasse erhält jedes Auto ein andersfarbiges Pickerl, das die Fahrt erlaubt oder eben verbietet.

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Diese Umweltzonen werden in Graz noch vor ihrer Einführung zu Kampfzonen: Gegen das geplante Fahrverbot für „Diesel-Stinker“ drohen derzeit die Gegner mit Klagen. Denn ein Gesetzesentwurf vom Bund steht noch aus. Die Wirtschaft fürchtet Nachteile: Niemand würde den Umstieg auf erlaubte Fahrzeuge zahlen. 

Somit sind Gewinnmaximierung und unsere Bequemlichkeit wieder einmal kaum mit gesundem Leben in Einklang zu bringen.

von Christina Kogler, "Kärntner Krone"
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