Di, 24. April 2018

Arzt-Checkliste

23.08.2007 09:20

Gib dem Zeitdruck in der Arztpraxis keine Chance

Wer kennt das nicht? Zuerst sitzt man stundenlang im Wartezimmer eines Arztes, dann wird man in fünf bis zehn Minuten abgefertigt und geht mit dem Gefühl, nicht wirklich ernst genommen worden zu sein, einem Rezept und vielen offenen Fragen wieder nach Hause. Wer sich in seiner Haut krank fühlt, will seinem Arzt vertrauen können. Eine gefühlte Husch-Pfusch-Diagnose trägt dazu nicht bei! Damit dir und deinem Arzt das beim nächsten Untersuchungstermin nicht mehr passiert, gibt es einige einfache Tipps, die den Besuch so effizient, informativ und genau wie möglich machen.

Um die wenigen Minuten beim Arzt – im Schnitt spricht jeder Hausarzt nur 7,6 Minuten mit seinen Patienten - gut zu nutzen, sollte man sich sehr genau darauf vorbereiten. Die „Apotheken Umschau“ hat jetzt wichtige Punkte, die man vor dem Arztbesuch für sich selbst klären sollte, veröffentlicht.

1. Die Art der Beschwerden
Welcher Art sind meine Beschwerden? Wie lange habe ich die Beschwerden schon? Wann haben die Probleme begonnen? Vermute ich einen Auslöser für die Symptome?

2. Welche Fragen habe ich an den Arzt?
Man sollte sich die Fragen, die man dem Arzt stellen will, unbedingt aufschreiben und diese Notizen ohne Scham mit zum Arzt nehmen, rät Dr. Hans Haltmeier, Chefredakteur der „Apotheken Umschau“.

Bei sehr wichtigen Terminen könnte es sogar ratsam sein, eine Vertrauensperson dabei zu haben oder das Gespräch mit dem Arzt sogar aufzuzeichnen. So kann man das Besprochene mit seiner Begleitung noch einmal durchsprechen oder sich das Gespräch in Ruhe noch einmal anhören.

3. Auch nichtmedizinische Themen ansprechen
Beim Gespräch mit dem Arzt dreht sich alles um die Gesundheit. Doch auch andere Themen können wichtig sein und sollten nicht vergessen werden: "Manchmal gibt es ja Zusammenhänge zwischen den Beschwerden und beruflichen oder familiären Sorgen, die man selber nicht erkennt, die aber wichtig sein könnten. Die sollte man dem Arzt schildern“, sagt Dr. Haltmeier.

4. Diagnose genau erklären lassen
Die Diagnose und auch die Möglichkeiten der Behandlung sollte man sich genau erklären lassen und nach den Nebenwirkungen fragen. Wenn dann bei wichtigen Entscheidungen noch nicht alles klar ist, soll man unbedingt einen neuen Termin ausmachen.

Wichtig ist, das Gespräch aktiv mitzugestalten und dem Arzt auf Augenhöhe zu begegnen, schreibt die "Apotheken Umschau". Das fällt vielen Patienten schwer, denn immer noch spukt das Bild von den
"Halbgöttern in Weiß" in den Köpfen. Doch übertriebener Respekt schadet eher. Wenn Arzt und Patient ein partnerschaftliches Verhältnis haben, ist die Behandlung meist am erfolgreichsten.

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