So, 22. April 2018

Verbesserung nötig

24.01.2018 06:00

Langes Warten auf eine Schmerzbehandlung

Für die 1,5 Millionen Schmerzpatienten hierzulande wurde in den vergangenen Jahren bereits eine Menge erreicht. Doch die Situation ist immer noch nicht optimal, wie Experten der österreichischen Schmerzgesellschaft auf einer Pressekonferenz zum Thema betonten.

Bei bis zu 400.000 Betroffenen haben sich die Beschwerden so sehr verselbstständigt, dass Ärzte von einer eigenständigen Krankheit sprechen. Diese geht auch mit seelischen und sozialen Beeinträchtigungen einher. Umso alarmierender, dass es gerade einmal 48 Fachambulanzen in den Spitälern gibt - meist mit viel zu kurzen Öffnungszeiten.

"Man muss oft wochenlang auf einen Termin warten. Diesen Patienten sollte eindeutig mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden", appelliert OÄ Dr. Gabriele Grögl-Aringer, Präsidentin der Schmerzgesellschaft an die Politik.

Wie ein Blick auf die demografische Entwicklung zeigt, werden die Anforderungen an die schmerzmedizinische Versorgung außerdem noch weiter steigen, denn die Lebenserwartung in Österreich erhöht sich in jedem Jahrzehnt um weitere zwei Jahre. Während derzeit erst 18 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt sind, werden es 2030 bereits mehr als 25 und 2060 über 28 Prozent sein. Wie Studien zeigen, leiden in dieser Altersgruppe bereits drei Viertel unter starken Beschwerden, betont ÖSG-Präsidentin Dr. Gabriele Grögl-Aringer. "Um die absehbar wachsende Zahl an Patienten zu versorgen, müssen nicht nur die Strukturprobleme schnellstmöglich beseitigt werden, die Schmerzbehandlung bei älteren Menschen erfordert auch in vielerlei Hinsicht eine besondere Erfahrung."

Eva Greil-Schähs, Kronenzeitung

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