Fr, 15. Dezember 2017

Gesundheitsflip

06.08.2017 06:00

Was lindert Beschwerden im Wechsel?

Über sanfte Hilfe bei Problemen im Klimakterium spricht Univ.-Prof. Dr. Michaela Bayerle-Eder im aktuellen Gesundheits-Flip. Neben der hormonellen Einstellung sind auch diverse Entspannungstechniken und Sport das Mittel der Wahl!

Die hormonelle Umstellung nach der Menopause (Zeitpunkt der letzten Regelblutung) bedeutet Veränderungen im weiblichen Körper, die zu zahlreichen Beschwerden führen können. Diese reichen von Hitzewallungen und Schlaflosigkeit über Scheidentrockenheit mit sexuellen Problemen bis zu seelischer Verstimmung. Lösungsmöglichkeiten werden im aktuellen Gesundheits-Flip angeboten! Unsere Expertin ist Univ.-Prof. Dr. Michaela Bayerle-Eder, Fachärztin für Innere Medizin und Gründerin der Österreichischen Gesellschaft zur Förderung der Sexualmedizin: "Mit dem Klimakterium wird eine neue Lebensphase eingeläutet. Viele Frauen definieren sich über ihre Fruchtbarkeit. Diese haben sie nun zwar verloren, das Leben danach dauert aber meistens noch viele Jahre. Also ist die Identitätssuche enorm wichtig!" Üblicherweise dauert der Übergang, den man als Wechsel bezeichnet, rund zwei Jahre. Allerdings leiden relativ viele Frauen sehr viel länger an einschlägigen Beschwerden. Daher rät Prof. Bayerle-Eder zu einer Reihe von Maßnahmen, die gut über diese schwierige Phase hinweg helfen: "So zum Beispiel wird sportliche Betätigung nach wie vor unterschätzt: Tatsächlich hat Sport laut wissenschaftlichen Studien antidepressive Wirkung und nützt auch gegen Schlafstörungen, weil das Nervensystem entsprechend beeinflusst wird."

Freilich führt in vielen Fällen der Weg nicht an einer genauen hormonellen Einstellung vorbei. Hormone werden hier allerdings nicht "eingefüllt", sondern nur dort ersetzt, wo laut Befund ein nachweislicher Mangel besteht. Es wird also nur ersetzt, was fehlt. Dr. Bayerle-Eder bestätigt die positiven Effekte etwa der Östrogene, rät aber, die örtliche Anwendung (Salben, Cremen) zu bevorzugen. Die Fachärztin legt überdies nahe, Entspannungstechniken wie Yoga zu praktizieren: "Eine Studie hat sowohl Verbesserungen der körperlichen Symptome als auch von sexuellen Funktionsstörungen gezeigt. Gegen Scheidentrockenheit sollten ebenso Maßnahmen ergriffen werden, weil diese oft Auslöser von Problemen beim Sex ist." Weitere Möglichkeiten, entspannter durch die Wechseljahre zu kommen, bietet die Apotheke mit einem Sortiment an sanften, natürlichen, aber dennoch wirksamen Mitteln: zum Beispiel Pflanzenpollen.

Dr. med. Wolfgang Exel, Kronen Zeitung

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