Mo, 20. November 2017

Fiesta Indiana

11.05.2017 12:16

Ford Ka+: Da gibt‘s jetzt mehr für weniger

Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe. Da bringt Ford im Sommer seinen neuen Fiesta auf den Markt - und schickt kurz zuvor noch einen zweiten Kleinwagen ins Rennen: den KA+. Doch die Zielgruppe ist eine andere…

Die zwei Buchstaben zierten bereits zwei Generationen von Kleinstwagen, das neue Plus im Namen ist kein Zufall: Mit 3,93 Metern ist der KA+ um einiges länger, hat statt vier nun fünf Sitzplätze. Mehr noch: Der Kleine ist nur mehr vier Zentimeter kürzer als der aktuelle Fiesta, mit dem er sich die Plattform teilt. Und bietet in Reihe zwei sogar 3 Zentimeter mehr Beinfreiheit als der neue, ebenfalls gewachsene Fiesta. Hinter einem 1,85-m-Menschen kann im KA+ also ein gleich großer ordentlich sitzen, dank 1525 Millimeter Höhe sogar ohne Delle in der Frisur. Auch der Kofferraum ist mit 270 Litern auf Kleinwagen-Niveau, bei umgelegten Rücksitzen allerdings mit einer Stufe.

Wozu überhaupt zwei kleine Ford? Während der Fiesta für mehr Geld mit moderner Technik VW Polo & Co. die Stirn bieten soll, zielt der KA+ auf die Sparfüchse - wie Dacia Sandero & Co. Oder wie es Ford-Austria-Generaldirektor Danijel Dzihic formuliert: "Ein leistbarer Kleinwagen mit sehr viel Raum." Bei 9950 Euro geht’s in Österreich im Juni los, sogar mit fünf Jahren Garantie.

Dafür muss der in Indien gebaute KA+ mit einem 1,2-l-Vierzylinder-Saugmotor auskommen - mit 70 oder 85 PS. Der braucht höhere Drehzahlen, das Fünfgang-Schaltgetriebe ist etwas knorrig. Die Lenkung ist nicht übel, erreicht aber nicht die Ford-typische Exaktheit. Ab der Basis gibt’s dafür ESP und Berganfahrhilfe serienmäßig, das Fahrwerk ist geduldig, ohne zu poltern.

Auffällig ruhig für diese Preisklasse geht’s auch im Innenraum zu. In dem wir einige Schalter aus dem Fiesta wiedererkennen. Viel Hartplastik, aber nicht unansehnlich.

Eine Klimaanlage kostet im Basismodell Aufpreis, ebenso Tempomat oder Einpark-Hilfe. Ein Navi gibt’s weder für Geld noch gute Worte. Vielleicht ist ja nicht nur die Zielgruppe eine andere als beim Fiesta, sondern auch die Ziele…

Warum?

  • Bewährte Fiesta-Technik zum Schnäppchenpreis
  • Reichlich Platz für Passagiere

Warum nicht?

  • Zäher Sauger statt Turbo
  • Klimaanlage nur gegen Aufpreis, Navi ist gar nicht erhältlich

Oder vielleicht…

... Dacia Sandero, Opel Karl, Fiat Panda, Mitsubishi Space Star.

Stefan Burgstaller

 krone.at
Redaktion
krone.at
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