Di, 21. November 2017

Richtig helfen

27.04.2017 07:40

So gehen Hausaufgaben leichter von der Hand

Hausaufgaben haben den Sinn, im Unterricht gelernte Inhalte zu vertiefen und Kindern zu Übung und Routine zu verhelfen. Doch oft fehlen Motivation und Konzentration. Das Spielen mit Freunden ist verlockender als die Aussicht, beim Schreibtisch über einem Stapel Büchern zu sitzen. Wir verraten Tipps, wie die Hausaufgaben besser gelingen.

Viele Eltern sind sich beim Thema Hausaufgaben hin- und hergerissen: Einerseits will man, dass das Kind gute Benotungen bekommt, andererseits sollte es die Übungen alleine und selbstständig erledigen. Wie sieht daher die optimale Unterstützung aus?

Lassen Sie Ihr Kind die Hausaufgaben grundsätzlich alleine erledigen, denn sie sind ein wesentlicher Teil der Erziehung hin zu mehr Selbständigkeit und Selbstorganisation. Speziell in den ersten Schuljahren ist Ihre Kontrolle jedoch erforderlich.

Tipp 1 - Ungestörte Atmosphäre
Je mehr Möglichkeit zur Ablenkung, desto weniger Lust hat das Kind, seine Aufgaben zu erledigen. Das bedeutet: kein Internet, kein Fernsehen, kein Radio. Kinder sollte eine störungsfreie Zone für die Erledigung ihrer Aufgaben haben, in der sie ungestört arbeiten können. Auch Unordnung am Schreibtisch stört die Konzentrationsfähigkeit.

Tipp 2 - Übungszeiten ausmachen
Gönnen Sie Ihrem Kind etwas Erholung nach einem anstrengenden Schultag. Es sollte ein bisschen Zeit zur Regeneration haben, um etwas zu essen und sich zu entspannen. Anschließend beginnt die Übungs- und Lernzeit, in der das Kind zunächst alleine seine Hausaufgaben erledigt. In der Volkschule ist eine Stunde meist ausreichend, ab der fünften Schulstufe steigert sich die Zeit schrittweise auf bis zu zwei Stunden. Benötigt Ihr Kind deutlich länger als zwei Stunden, ist das ein Zeichen, dass es mit dem Pensum überfordert ist und Unterstützung bei den Lerntechniken braucht. Keinesfalls sollte die Hausaufgabenzeit in den Abend fallen, da hier die Konzentration schon schwach ist und Ihr Kind meist durch Lernen zu sehr aktiviert wird, wodurch es nur schwer einschläft - Erschöpfung am nächsten Tag ist die Folge.

Tipp 3 - Im Standby sein
Während der Hausaufgabenzeit sollten Sie für eventuelle Verständnisfragen des Kindes zur Verfügung stehen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie ihm ständig über die Schultern schauen. Erledigen Sie parallel Dinge im Haushalt oder andere organisatorische Tätigkeiten, damit das Kind auch wirklich alleine arbeiten kann. Braucht es Ihre Unterstützung wird es sich schon melden.

Tipp 4 - Durch Fragen leiten
Kinder haben nur dann einen Lerneffekt aus den Übungen, wenn sie diese verstehen und nachvollziehen können. Keinesfalls sollten Sie also gleich die Lösungen verraten. Führen Sie es durch Fragen dorthin, sodass es versteht, was bei der Aufgabe von ihm verlangt wird. Hat das Kind trotzdem bei einem Fach Probleme sollten Sie betroffene Themen noch einmal durchgehen und geduldig auf Fragen antworten. Der Lehrer gibt Ihnen sicher gerne Tipps, was speziell geübt werden sollte.

Tipp 5 - Hausaufgabenplan
In Abstimmung mit dem Stundenplan des Kindes sollte für jede Woche ausreichend Zeit für die Hausaufgaben eingeplant werden. Ein Hausaufgabenheft hilft dabei, den Überblick zu behalten. Je älter das Kind wird, desto eher ist von ihm zu erwarten, dass es diese Organisation selbst schafft.

Tipp 6 - Kontrolle
Lassen Sie sich die fertigen Hausübungen zeigen und werfen Sie einen Kontrollblick darauf. Grobe Fehler aus Unachtsamkeit sollte das Kind ausbessern, es ist jedoch nicht Ihre Aufgabe, für fehlerfreie Hausübungen zu sorgen. Sagt das Kind wiederholt, dass es keine Hausübungen aufbekommen hat, dann fragen Sie in der Schule nach - hier stimmt meist etwas nicht. Erledigt das Kind seine Hausübungen selbstständig und gut, sollten Sie es regelmäßig loben. Positive Verstärkung ist gut und führt zu mehr Selbstständigkeit des Kindes.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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