Mo, 23. Oktober 2017

Unterschätzt

21.03.2017 15:29

Cyber-Attacken ernste Gefahr für mittlere Betriebe

Das Wirtschaftsleben verlagert sich Schritt um Schritt ins Netz. Die Kriminalität zieht dabei mit. Trotzdem unterschätzen viele Unternehmer die drohende Gefahr durch Cybercrime: Denn laut einer aktuellen Umfrage unter 900 heimischen Mittelstandsbetrieben tätigt mehr als die Hälfte keine Investitionen in Digitalisierung.

Mehr als zwei Drittel der Befragten sehen auch für 2017 keine Investitionen in ihre Digitalisierung vor. Dabei spielen die IT-Dienstleister und Unternehmensberater eine enorm wichtige Rolle bei Datenschutz und Datensicherheit. Die Zahl der Anzeigen ist von 10.010 im Jahr 2015 auf 13.103 im Jahr 2016 angestiegen. Die tatsächliche Zahl von Cybercrime-Attacken ist aber wesentlich höher.

Aktuell spricht man in Österreich von 25.000 Angriffen pro - Tag! Die Aufklärungsquote ist gering. "Das ist vor allem auf die globale Streuung von Tätern, Servern, Opfern und Geldflüssen sowie auf die immer stärkere Nutzung des Darknets durch Kriminelle zurückzuführen", so Leopold Löschl, Leiter des Cybercrime Competence Center C4 des Innenministeriums. Außerdem werden die Ermittlungen technisch immer anspruchsvoller.

Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen sind diese Attacken eine ernsthafte Bedrohung. Daher setzt sich der Fachverband für Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) für Präventionsmaßnahmen ein. Anlässlich des Inkrafttretens der EU-Datenschutzverordnung im Mai 2018 forciert die UBIT die Weiterbildung ihrer Berater im Bereich Cybersecurity.

Martina Münzer und Oliver Papacek, Kronen Zeitung

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