Fr, 27. April 2018

Seltsames Konzept

09.11.2016 14:43

Nissan baut E-Auto ohne externe Lademöglichkeit

Das ist ja mal ein schräges Antriebskonzept: Nissan baut ein Elektroauto ohne Steckdosenanschluss. Als erstes Modell bekommt in Japan der Kleinwagen Nissan Note den Elektromotor des Nissan Leaf - aber nicht dessen Akkus!

Nissan fehlt ein Hybrid im Portfolio, und das wollen die Japaner nun ändern. Wie sie das machen, ist aber an Ungewöhnlichkeit kaum zu überbieten.

Der neue Antrieb basiert auf der Technik des Elektroautos Leaf, anstatt der bis zu 33 kWh großen Batterie ist im E-Power-Modell allerdings ein deutlich kleineres Exemplar montiert. Das ist günstiger und benötigt weniger Raum. Geladen wird der Mini-Akku nicht über das Stromnetz, sondern direkt von einem kleinen Dreizylinderbenziner.

Angetrieben wird der Kleinwagen aber ausschließlich von dem 80 kW/109 PS starken Elektromotor, der auch den eine Klasse größeren Leaf antreibt. Das Konzept ist eine reine Nissan-Spezialität. Zwar gibt es ähnliche Verbindungen von E-Motor und Verbrenner auch bei Opel Ampera und BMW i3, beide Autos werden aber in erster Linie an der Steckdose aufgeladen.

Mit dem seriellen Hybridantrieb füllt Nissan in Japan eine wichtige Lücke in seinem Antriebsportfolio. Denn anders als die Wettbewerber Toyota und Honda verfügt die Marke nicht über eine eigene konventionelle Hybridtechnik. Der neue Ansatz gleicht das nun teilweise aus, weitere hybride Spritsparantriebe könnten aus dem kürzlich vermeldeten Einstieg bei Mitsubishi gewonnen werden. Dass der E-Power-Ansatz für den europäischen Markt in Frage kommt, ist eher unwahrscheinlich. Allein schon, weil der Note durch den Start des neuen Micra im kommenden Jahr zum Auslaufmodell wird.

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