Do, 23. November 2017

Samsung vs. TSMC

12.10.2015 09:59

iPhone 6S: Laufzeit hängt vom CPU-Hersteller ab

Das neue iPhone ist da - und die Nutzer sind verunsichert. Apple verbaut im iPhone 6S Prozessoren verschiedener Hersteller, weil ein CPU-Lieferant allein den Chipbedarf gar nicht stillen könnte. Der A9-Chip im iPhone kommt deshalb entweder vom Chipfertiger TSMC oder von Apples Erzrivalen Samsung. Erste Tests legen nun nahe, dass der Samsung-Chip unter Last mehr Strom verbraucht als der TSMC-Chip und iPhones, in denen das Samsung-Herz schlägt, nicht so ausdauernd sind wie TSMC-iPhones.

Nutzer, die herausfinden wollen, welcher Chip in ihrem iPhone zum Einsatz kommt, haben vor dem Kauf des Geräts keine Möglichkeit, dies zu tun. Nur mit Hardware-Analyseanwendungen wie etwa der Gratis-App Lirium Device Info erhalten sie Klarheit. Taucht dort ein Chip mit der Bezeichnung N66AP oder N71AP auf, stammt der Prozessor von Samsung, die Bezeichnung N66MAP oder N71MAP steht für TSMC-Prozessoren.

Chips unterscheiden sich in einigen Details
Einem "Mashable"-Bericht zufolge gibt es zwischen den Chips durchaus Unterschiede. Der TSMC-Chip ist größer als jener von Samsung, zudem unterscheiden sich die Fertigungsmethoden. Der Chip aus Taiwan wird im 16-Nanometer-Verfahren hergestellt, der Samsung-Chip im 14-Nanometer-Verfahren.

Geht es nach Testern wie dem YouTube-Nutzer Austin Evans, hat der Ursprung des Chips dabei einen stärkeren Effekt auf die Laufzeit des iPhones, als vielen Nutzern lieb sein dürfte:

Konkret stellt Evans fest: Belastet man das iPhone 6S mit Benchmark-Tests, bei denen der Prozessor so lang belastet wird, bis dem Gerät der Saft ausgeht, hält das iPhone mit dem TSMC-Chip spürbar länger durch als jenes mit Samsung-Prozessor. Apple widerspricht dieser Feststellung nicht, relativiert sie aber mit der Begründung, Benchmark-Tests würden wenig über die Akku-Performance im Alltag verraten.

Apple: Laufzeit schwankt um zwei bis drei Prozent
Konkret spricht Apple von Schwankungen bei der Akkulaufzeit, die sich im Bereich von zwei bis drei Prozent abspielen sollen. In der Praxis sei es für die meisten Nutzer also unerheblich, ob der A9-Prozessor in ihrem iPhone nun von Samsung oder TSMC stamme.

Tatsächlich dürften einige Nutzergruppen Unterschiede zwischen den beiden Chips eher bemerken als andere. Wer sein iPhone moderat nutzt und selten rechenintensive Anwendungen startet, wird vermutlich keinerlei Nachteile haben, wenn ein Samsung-Chip in seinem Gerät verbaut wurde. Wer gerne spektakuläre 3D-Games spielt und seinen Prozessor häufig damit belastet, könnte dagegen durchaus leichte Unterschiede bei der Akkulaufzeit bemerken.

Verschiedene Hardware-Quellen nicht ungewöhnlich
Es ist nicht das erste Mal, dass in Apple-Geräten Komponenten verschiedener Zulieferer zum Einsatz kommen. Vor zwei Jahren wurde etwa bekannt, dass Apple in seinem Macbook Pro Displays von zwei verschiedenen Herstellern verbaut hat. Im konkreten Fall stammten einige der Bildschirme von LG, die anderen von Samsung. Nutzer klagten damals darüber, dass das Bild am Samsung-Panel besser sei als auf jenem des koreanischen Konkurrenten.

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