Fr, 15. Dezember 2017

Intime Pflege

11.09.2015 16:45

Tipps für die Hygiene des sensiblen Bereichs

Sich täglich zu waschen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Dabei muss man aber beachten, dass der Intimbereich als besonders sensible Zone richtig gesäubert und gepflegt wird.

In der Scheide und im Intimbereich gibt es wie im Darm Mikroorganismen – die sogenannte Vaginalflora –, die als natürlicher Säureschutzmantel dienen. Die selbstreinigende Funktion der Vagina braucht Milchsäurebakterien. Werden diese "weggewaschen", bringt das den gesunden Bakterienhaushalt durcheinander, Pilze und andere Krankheitserreger haben leichtes "Spiel".

Verwenden Sie daher am besten nur pH-neutrale Seife. Sollte es Sie dennoch einmal heftig jucken, so können Sie folgendes Sitzbad versuchen: 50 g Löwenzahnwurzel, 25 g Kamille und 9 g Alant mit heißem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen. Diesen Auszug in einem Schafferl mit kühlem Wasser mischen und 20 Minuten ein Sitzbad nehmen. Alternativ 1/8 l Essig in lauwarmes Wasser geben, "sitzbaden".

Sanfte Reinigung
Nach jeder Reinigung die intime Zone sanft trocken tupfen. Gleiches gilt für den Analbereich. Auch dieser hat eine besonders empfindliche dünne Haut. Treten beim After Knötchen auf, handelt es sich meist um Hämorrhoiden – diese gründlich, aber zart reinigen, da sie leicht bluten können.

Bei Reizungen an dieser heiklen Stelle sind Sitzbäder mit Eichenrinde empfehlenswert. Deren Gerbstoffe machen die empfindliche Haut etwas widerstandsfähiger. So klappt's: Ein Häferl Eichenrinde mit 2 bis 3 Liter Wasser etwa 20 Minuten kochen. Wenn die Lösung lauwarm ist, in ein Lavour schütten und sich hineinsetzen. Kompressen mit der Eichenrindenabkochung oder Schafgarbentee können ebenso hilfreich sein. Danach zum Beispiel mit Ringelblumensalbe eincremen.

Handtuch am besten täglich wechseln
Weitere Tipps: Das Handtuch für den Intimbereich am besten täglich wechseln. Achtung, Waschmittelrückstände oder Weichspüler in Handtuch oder Unterwäsche können leicht Reizungen verursachen. Dasselbe gilt für Bleichmittel, Duft- oder Farbstoffe im Toilettenpapier. Nach dem "großen Geschäft" immer von vorne nach hinten wischen, da so nicht unnötig Keime der Analregion in den Scheidenbereich verschleppt werden.

Wer zu Juckreiz im Genitalbereich neigt, sollte Zwiebel, Knoblauch, Chili, Kaffee und Alkohol nur sehr sparsam zu sich nehmen.

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