Sa, 16. Dezember 2017

"Everquest 2"

20.08.2015 14:11

Asoziale Online-Spieler kommen in die Server-Hölle

Spieler, die in Online-Rollenspielen durch unfaires Verhalten auffallen, kommen in "Everquest 2" künftig in eine eigens eingerichtete Server-Hölle. Wie die Macher des Games angekündigt haben, wird ein Server gestartet, der als Sammelbecken für die Outlaws des Spiels dient. Dort sind sie unter sich, werden nicht vom Kundendienst betreut – und können nie mehr auf die regulären Server zurückkehren.

Jeder Online-Rollenspieler kennt sie: Spieler, die durch unfaires Verhalten auffallen, Jagd auf wesentlich schwächere Spieler der Gegenseite machen, Items klauen und den anderen so den Spielspaß vermiesen. Wie "Eurogamer" berichtet, haben sich die Macher von "Everquest 2" für diese Gamer nun eine spezielle Strafe ausgedacht: eine Art Server-Hölle ohne Aussicht auf Widerkehr.

Der Server mit dem Namen "Drunder" soll noch diese Woche online gehen. Wer ihn bevölkert, entscheidet der Ingame-Kundendienst, die sogenannten Game Master. Erhalten sie Beschwerden über einen Spieler, steht es ihnen frei, ihn in die Hölle von "Drunder" zu schicken. Dass dort nur Störenfriede landen werden, legt nahe, dass auf diesem Server wohl Anarchie herrschen wird. Zumal er von den Game Mastern auch nicht betreut wird.

Verlegung kann auch beantragt werden
Masochistisch veranlagte Spieler, die unbedingt auf dem Outlaw-Server spielen wollen, können bei Bedarf bei den Game Mastern anfragen, dorthin geschickt zu werden. Geschieht dies, können sie allerdings nicht mehr auf regulären Servern spielen. Wer einmal in der "Drunder"-Hölle landet, bleibt mit allen Charakteren seines "Everquest 2"-Accounts dort.

Beim Entwickler Daybreak (vormals: Sony Online Entertainment) betrachtet man den Outlaw-Server als eine Art soziales Experiment. Man werde beobachten, wie sich die Situation auf dem Höllen-Server entwickelt, aber nicht eingreifen. "Letzten Endes werden Spieler, die die Regeln brechen, eine Welt für sich selbst haben – was immer sie dann dort tun", heißt es in einem Forenbeitrag des Studios.

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