Di, 21. November 2017

Abwärtskurs gestoppt

17.01.2014 14:54

PC-Geschäft bei Intel stabilisiert sich langsam

Der vom PC-Verkaufsschwund gebeutelte US-Chipkonzern Intel scheint den Abwärtstrend gestoppt zu haben. "Es gibt Anzeichen dafür, dass sich das PC-Geschäft stabilisiert", erklärte Konzernchef Brian Krzanich im kalifornischen Santa Clara. Im Schlussquartal lag der Spartenumsatz auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Das PC-Geschäft ist immer noch das mit Abstand wichtigste Standbein für Intel. Die Prozessoren der Amerikaner stecken in den meisten Desktop-Computern und Notebooks. Intel fasst bei Smartphones und Tablets jedoch erst langsam Fuß. Auch für 2014 sagen die Marktforscher einen weiteren Rückgang im traditionellen PC-Geschäft voraus.

Leichter Aufwärtstrend unter Krzanich
2013 sei für Intel ein Übergangsjahr gewesen, sagte Christian Lamprechter, Chef von Intel Deutschland. Das Unternehmen habe im Management, in der Organisation und in der Produktplanung massive Veränderungen in die Wege geleitet.

Seit Mai steht der neue Chef Brian Krzanich an der Spitze und drückt aufs Tempo. "Wir haben das Geschäftsjahr solide abgeschlossen", sagte Lamprechter. In Deutschland habe Intel bereits im zweiten und dritten Quartal vor allem im Geschäft mit privaten Kunden etwas besser als weltweit abgeschnitten. Dabei sei auch hier der PC-Markt geschrumpft.

Dank eines besser laufenden Geschäfts mit Chips für Rechenzentren konnte Intel den Konzernumsatz im Schlussquartal letztlich um drei Prozent auf 13,8 Milliarden Dollar (10,15 Milliarden Euro) hochschrauben. Der Gewinn verbesserte sich um sechs Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar. Aufs Gesamtjahr gesehen musste Intel jedoch Rückgänge verdauen.

Trend zu tragbarer Elektronik erwartet
Intel arbeitet mit Hochdruck daran, seine Chips in vernetzten Geräten und Autos unterzubringen. Auf der CES in Las Vegas stellte das Unternehmen gerade erst die Plattform "Edison" vor, die vor allem in tragbaren Accessoires und Kleidung, sogenannten Wearables, eingesetzt werden soll.

"Edison", ein vollständiger PC in der Größe einer SD-Karte, soll künftig alle möglichen Geräte des täglichen Lebens "intelligent" machen und ins Internet bringen. So etwas sei noch bis vor Kurzem nicht vorstellbar gewesen, sagte Lamprechter.

Die jüngst bei der Elektronik-Messe CES vorgestellte Plattform werde Mitte des Jahres starten, Details zu Partnern oder Preisen nennt Intel bisher nicht. "Die Nachfrage ist sehr groß", betonte Lamprechter. Bis diese Geschäfte die Rückgänge in der PC-Sparte auffangen können, dürfte es aber noch etwas dauern. Im laufenden Jahr rechnet der erfolgsverwöhnte Konzern vor diesem Hintergrund mit einem stagnierenden Umsatz.

Aus für Windows XP könnte Markt beleben
Die gesamten PC-Verkäufe waren im vergangenen Jahr nach Angaben der Marktforscher Gartner und IDC um ein Zehntel geschrumpft. Das war der bisher größte Rückgang überhaupt. Momentan ist der Markt so groß wie im Jahr 2009, als die Finanzkrise die Wirtschaft bremste.

In Deutschland sei aber der Erneuerungs-Zyklus bei den Kunden angelaufen, betonte Lamprechter. Auch das Ende des Betriebssystems Windows XP, das von Microsoft ab April nicht mehr unterstützt wird, dürfte Auswirkungen auf das Geschäft haben, erhofft sich Lamprechter. Das Unternehmen ist mit Abstand Marktführer bei PC-Prozessoren vor AMD.

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