Di, 12. Dezember 2017

Experten warnen

11.09.2013 12:24

Mobiles Web stößt durch iOS-7-Upgrade an Grenzen

Das Update auf Apples neues mobiles Betriebssystem iOS 7 dürfte die Infrastruktur des mobilen Internets weltweit an ihre Kapazitätsgrenzen bringen, prognostizierte der Verband der deutschen Internetwirtschaft Eco am Mittwoch. Schon in den vergangenen Jahren sei die Höchstlast im Internet nicht durch virale Videos, nicht durch Microsoft-Updates und auch nicht durch Katastrophennachrichten erreicht worden, sondern durch eine neue iOS-Generation von Apple, so der Verband in einer Aussendung.

"Angesichts der immensen Verbreitung von iOS-Geräten, die durch die neuen Modelle iPhone 5S und 5C noch einmal einen rasanten Schub erfahren wird, könnte iOS 7 bei Verfügbarkeit am 18. September die Netzkapazität im Internet für einige Tage an ihre Grenzen bringen", schätzt Georg Rainer Hofmann von Eco. Die Over-the-Air-Auslieferung des Updates könnte vor allem die mobilen Netze übermäßig belasten, befürchtet der Experte.

Bereits beim Wechsel von iOS 5 auf 6 seien bis zu ein Drittel aller iPhones über das UMTS-Mobilfunknetz auf den neuesten Stand gebracht worden. Am Tag der Freigabe von iOS 6 stieg die Netznutzung durch iPhone-Anwender demnach auf einen Schlag um rund 25 Prozent. Schon iOS 5 hatte dem Verband nach zuvor durch Internetdienste wie iCloud, iMessage und Siri zu einer 50-prozentigen Steigerung des gesamten Datenverkehrs gegenüber der Vorgängerversion geführt.

"Das Internet braucht mittel- bis langfristig völlig neue Strukturen, um dem unbändig wachsenden Datenverkehr Herr zu werden", meint deshalb Ralf Steinmetz von der TU Darmstadt, der sich als Leiter des Forschungsprojekts "MAKI - Multi-Mechanismen-Adaption für das künftige Internet" mit denkbaren neuen Infrastrukturen im Netz befasst. Laut Steinmetz könnte ein intelligentes Zusammenspiel von herkömmlichem Client-Server-Modell und Peer-to-Peer-Ansatz iPhones in Zukunft eine deutlich schnellere und zuverlässigere Datenübertragung ermöglichen.

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