So, 19. November 2017

Gegen ‚Hipster‘-Fotos

21.08.2012 17:22

Anti-Instagram-App versetzt Bilder in Urzustand zurück

Die Foto-App Instagram hat über 30 Millionen registrierte Benutzer, die ihre mit dem Smartphone aufgenommenen Bilder mit zahllosen Effekten versehen. Wer genau das nicht mehr sehen kann, der sollte einen Blick auf die iOS-App Normalize werfen: Sie versetzt bearbeitete Fotos (linkes Bild) in den Urzustand (zweites Bild von links) zurück.

Instagram gilt als App der Hipster - ein meist ironisch gebrauchter Begriff für junge Erwachsene, die sich vom Mainstream abkoppeln wollen, sich aber in ihrem Anderssein doch sehr stark ähneln. Das zeigt auch die Flut an Instagram-Fotos, die möglichst individuell daherkommen sollen, dabei aber irgendwie alle gleich aussehen.

Wer keine Lust mehr auf unscharfe Bilder mit ausgewaschenen Farben sowie Vintage- und Sepia-Effekte hat, kann nun mit Normalize zurückschlagen. Erfunden hat die App Joe Macirowski, der angibt, die vielen Instagram-Effekte auf Bildern seiner Freunde hätten ihm irgendwann gereicht. Aus diesem Grund habe er Normalize entwickelt.

Algorithmus berechnet Urzustand
Die App für 0,79 Euro läuft auf iPhone und iPad. Per Drag & Drop kann der Benutzer ein Bild in die App verfrachten und mit einem Klick in den Urzustand zurückversetzen lassen. Das klappt automatisch und ohne Einstellungsmöglichkeiten - der von Macirowski ersonnene Algorithmus berechnet, wie das Bild ursprünglich ausgesehen haben müsste.

Auch für alte, vergilbte Fotos nützlich
Normalize könne aber nicht nur für Instagram-Bilder verwendet werden, so Macirowski, auch ganz normale Fotos, die zu dunkel geraten sind, einen Gelbstich oder altersbedingt an Farbe verloren haben, kann die App wiederherstellen. An Grenzen stößt das Programm, wenn ein Pixel vollständig schwarz oder weiß ist - genau wie andere Bildbearbeitungsprogramme, zum Beispiel Photoshop, sind dann keine versteckten Farbinformationen mehr vorhanden, die das Programm auslesen und verwenden könnte, erklärt Macirowski in einem Blog-Eintrag.

Das funktioniere dank des ausgeglügelten Algorithmus dennoch besser als vergleichbare Programme (Bilder rechts), so Macirowski - und vor allem ohne Bildbearbeitungskenntnisse des Nutzers.

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