Mi, 24. Jänner 2018

¿Mogelpackung!¿

16.06.2005 16:07

Haartönungen im Test - einfach zum Haareraufen!

Viele Frauen benutzen Haartönungen, weil sie glauben, diese auswaschbaren Produkte seien sanfter als die in Verruf geratenen Haarfarben. Weit gefehlt, ergab jetzt eine Untersuchung des Verbrauchermagazins Ökotest. Das verheerende Testergebnis: Alle 37 getesteten Haartönungen bekamen das schlechteste Testurteil „ungenügend“, also im Prinzip ausnahmslos alle Tönungen.

Was das gesundheitliche Risiko betrifft, gleichen die Tönungen den Colorationen aufs Haar. So enthielten alle untersuchten Produkte gefährliche Farbstoffe aus der Gruppe der aromatischen Amine. Dabei handelt es sich um Bausteine von Azo-Farben, von denen sich einige im Tierversuch als Krebs erzeugend erwiesen haben. 22 aromatische Amine sind inzwischen EU-weit zum Färben von Textilien verboten. Damit nicht genug: In fast allen Produkten setzen die Hersteller zudem umstrittene Konservierungsmittel oder Hilfsstoffe ein. 

Viele der eingesetzten Stoffe in diesen Tönungen lösen auch Allergien aus, so Ökotest. Von sanft und schonend kann demnach keine Rede sein, obwohl die Hersteller das versprechen. „Zum einen stecken in diesen Tönungen ja genau die gleichen problematischen Farbstoffe wie auch in den Haarfarben. Zum anderen sind aber vor allem die Tönungen der Stufe 2 im Grunde nichts anderes als Haarfarbe, denn auch sie basieren auf einem 2- Komponenten-System. Also es funktioniert im Grunde wie eine richtige Coloration, es ist das gleiche Wirkprinzip”, so eine Sprecherin. 

Wer aber nicht auf sein Mahagoni, Toscana, Herbstrot oder Noisette verzichten möchte, für den gibt es Alternative. “Pflanzliche Haarfarben sind immer eine sanfte Alternative. Es ist schon klar, dass sie in der Grauabdeckung nicht so gut sind, aber es ist eben eine Alternative zu den chemischen Haarfarben. Man kann auch blondieren, also wenn man noch keine grauen Haare hat und es einfach ein bisschen heller möchte, dann kann man mit Blondierungen arbeiten, auch hier gibt es Produkte, die diese problematischen Stoffe nicht enthalten.”

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