Mi, 13. Dezember 2017

Tops und Flops

01.03.2011 11:30

Nützlich bis schräg: Das wurde aus den CeBIT-Trends 2001

Am Dienstag ist in Hannover die Hightech-Messe CeBIT gestartet, die bereits 1986 zum ersten Mal stattfand. Heuer stehen die Zukunftstrends Cloud-Computing, die nächste Mobilfunkgeneration 4G, 3D und Tablets im Mittelpunkt. Dass die Messe mit ihren Schwerpunkten meist ins Schwarze trifft, zeigt ein Rückblick auf die nützlichen - mitunter aber auch schrägen - Neuheiten der CeBIT 2001.

Diese Trends konnten sich durchsetzen:

Vorläufer aller Smartphones vorgestellt
Der "Communicator 9210", den Nokia auf der CeBIT 2001 präsentierte, gilt heute tatsächlich als ein Gerät, mit dem die Smartphone-Ära einst begann. Allerdings sollte es noch Jahre dauern, bis die Mobilfunkgeräte tatsächlich leistungsfähig und preiswert genug waren, um aus der Smartphone-Nutzung ein Massenphänomen zu machen.

Boom des mobilen Internets vorausgesehen
Ebenfalls seiner Zeit voraus war der damalige deutsche IBM-Chef Erwin Staudt. Mobile Zugänge über Handy oder Laptop würden den Computer auf dem Schreibtisch noch 2001 ablösen, zeigte er sich überzeugt. Bis es tatsächlich soweit kam, sollte es - aufgrund mangelnder Geschwindigkeit - allerdings noch einige Jahre dauern. "Das Büro der Zukunft wird überall stattfinden", zeigte sich in diesem Jahr auch Werner Biesenberger, damals Leiter des Projekts "Office 21" des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation, überzeugt.

Befreiung vom Kabelsalat nahm ihren Anfang
Genau wie das Internet suchten auf der CeBIT 2001 auch Netzwerke und Hardware nach Unabhängigkeit von Kabeln. So präsentierten zahlreiche Hersteller kabellose Geräte wie Maus und Tastatur, zudem wurden WLAN-Verbindungen immer beliebter.

Erster günstiger DVD-Brenner
Ein weiterer Trend der Hightech-Messe vor zehn Jahren, der heute nicht mehr wegzudenken ist: Der erste erschwingliche DVD-Brenner wurde vorgestellt.

UMTS heute ein Erfolg, damals vor allem teuer
Ebenfalls durchgesetzt hat sich mittlerweile der Mobilfunkstandard UMTS (3G), für den bereits 2000 Lizenzen versteigert worden waren. Bei der CeBIT 2001 war die Zuversicht angesichts der hohen Kosten für diese Lizenzen und den Netzaufbau allerdings gering, schließlich gab es auf der Messe noch kein einziges Endgerät für die dritte Mobilfunkgeneration zu sehen. Nokia, Ericsson, Motorola und Siemens führten zu diesem Zeitpunkt zunächst die ersten GPRS-Mobiltelefone ein. Mit denen konnte man zwar unabhängig von superteuren GSM-Minutentarifen mobile Datenverbindungen aufbauen, besonders schnell waren die aber auch nicht. Erst drei Jahre später ging das Geschäft mit UMTS richtig los.

Neuheiten, die schnell vergessen waren:

Skurrile 3D-Technik mit Geruch
Eine perfekte Täuschung für Auge und Nase wollte damals die Firma Interzart den Onlinenutzern bescheren. Das Unternehmen präsentierte eine "neue 3D-Technik, die zum plastischen Bild zugleich auch den passenden Geruch verströmt".

Rotes Handy für Frauen
Auf der CeBIT 2001 waren aber auch skurrile Dinge zu sehen: So glaubte der südkoreanische Hersteller Samsung, das perfekte Handy für weibliche Bedürfnisse entwickelt zu haben. Die nur 80 Gramm schwere CeBIT-Neuheit war rot wie ein Lippenstift und ähnelte zugeklappt einem Schminkspiegel. Neben einem WAP-Browser, Terminkalender und Konferenzschaltung zählte das "SGH-A400" ebenso Kalorien wie den Zykluskalender seiner Besitzerin.

Klobige Mischung aus Uhr und Linux-PC
Die Männer unter den CeBIT-Besuchern hatte IBM mit seiner "Smart Watch" im Visier. Die klobige Armbanduhr mit dem freien Betriebssystem Linux konnte Kontakt zu Computern und Mobiltelefonen aufnehmen und bot Merkbuch, Kalender und Adressbuch.

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