Mi, 25. April 2018

Wohnstudie für OÖ:

21.03.2018 21:02

Zwei Drittel ärgern sich über zu hohe Mietpreise

Nach Arbeit und Migration beschäftigt das Thema Wohnen die Bevölkerung am meisten! Und die Oberösterreicher haben grundsätzlich eine sehr gute Meinung darüber. Rund 94 Prozent sind mit der Wohnsituation im Allgemeinen zufrieden. Aber: Fast zwei Drittel ärgern sich über kaum oder gar nicht leistbare Mieten.

„Noch in dieser Legislaturperiode werden wir eine Lösung präsentieren, damit sich alle Menschen, die 40 Stunden in der Woche arbeiten, eine Wohnung leisten können“, brennt auch Wohnbau-Landesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ) das Thema leistbare Mieten unter den Nägeln. Ähnlich dem Projekt „Junges Wohnen“ möchte er auch für Geringverdiener ein Konzept erstellen. Dabei soll die Qualität der Wohnungen weiter hoch bleiben, unnötige Normen als Preistreiber aber abgeschafft werden.

Große Unterschiede zwischen Stadt und Land
Laut einer von Unique Research für die Wohnbaugenossenschaft WS-O durchgeführten Studie sind fast zwei Drittel der Oberösterreicher mit den Mietpreisen unzufrieden. „Anfang der 70er-Jahre machten die Wohnkosten rund zehn Prozent des Haushaltseinkommens aus. Jetzt liegen sie bei 30 bis 40 Prozent“, erklärt Meinungsforscher Peter Hajek. Sonst herrscht landesweit hohe Zufriedenheit mit der Wohnsituation. Trotz großer Unterschiede in den Bezirken und dem Zentralraum.

Argumente für Hochhaus-Bau
„In Linz und Linz-Land leben 42 Prozent in Genossenschaftswohnungen, in Gmunden und Vöcklabruck tut dies nur jeder Zehnte“, erklärt Hajek. Rund die Hälfte der Vöcklabrucker wohnt in Einfamilienhäusern, im Zentralraum weniger als ein Viertel. Laut dem Linzer Bürgermeister und Städtebundchef Klaus Luger erleben die Städte wieder eine Renaissance, die viel Zuzug bedeutet: „Das stellt uns vor große Herausforderungen. Die Menschen wollen viele Grünflächen und dazu leistbares Wohnen bei viel Wohnraum. Ohne Verdichtung und einem Bau in die Höhe wird das sicher nicht gehen!“

Mario Zeko, Kronen Zeitung

 krone.at
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