Mi, 23. Mai 2018

Werner Gruber erklärt:

08.03.2018 16:35

Darum geht Ihre Uhr um sechs Minuten nach

Sind Sie in den vergangenen Tagen zu spät an Ihrem Arbeitsplatz angekommen, weil der Radiowecker oder der Herd sechs Minuten hinten ist? „Krone“-Physiker Werner Gruber bezweifelt genau das. Denn Fakt ist: Die Störung, die es zurzeit tatsächlich gibt, betrifft nicht allzu viele Geräte.

In erster Linie seien laut Gruber nur Synchronuhren betroffen, die in älteren Elektrogeräten eingebaut sind. Hier fehlt der sogenannte Taktgeber, die Uhr läuft also nicht über Funk, sondern bezieht ihren Impuls aus dem Stromnetz. Und genau dort wird durch die extreme Winterkälte der vergangenen Wochen mehr Strom verbraucht als eingespeist.

Ursache war ein politischer Streit zwischen Serbien und dem Kosovo. Die lokalen Kraftwerke produzierten zu wenig Strom, die zuständigen Behörden der beiden Staaten waren sich uneinig, wer nun zusätzliche Kraftwerke aktivieren solle. Der Zwist ist mittlerweile beigelegt, alle europäischen Stromnetzbetreiber stellen nun mehr Strom zur Verfügung.

Von einer Stromknappheit, wie viele Medien berichteten, kann laut Gruber absolut keine Rede sein. „Hätten wir eine Knappheit, würde das Licht nicht brennen und unsere Züge nicht fahren können.“ Er rät zur Entspannung, auch wenn eine falsche Uhrzeit nerven kann.

In den kommenden ein bis zwei Monaten rechnet Gruber damit, dass die Uhren schneller laufen. Die Zeit müsse ja wieder aufgeholt werden. Dass dann die Backofenuhr oder der Radiowecker sechs Minuten vorne sind, dürfte viele freuen. Denn dann ist es wahrscheinlicher, zu früh als zu spät am Arbeitsplatz zu erscheinen.

Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden