Di, 24. April 2018

Plug-in kompromittiert

12.02.2018 11:55

Tausende Websites unfreiwillig Krypto-Schürfer

Mehrere tausend Websites weltweit, darunter jene des britischen Gesundheitssystems, diverse Universitäten sowie Behörden in den USA, Großbritannien und Australien, sind unfreiwillig zu Schürfern der Kryptowährung Monero geworden. Wie die britische Website "The Register" berichtet, hatten Unbekannte ein populäres Plug-in kompromittiert.

Dem Bericht nach war der Code des vom britischen Unternehmens Texthelp entwickelten Plug-ins Browsealoud manipuliert worden, welches Webseiteninhalte für Menschen mit Sehbehinderungen vorliest, um heimlich eine in JavaScript geschriebene Anwendung des Anbieters Coinhive einzuschleusen.

Besucher der mehr als 4200 betroffenen Websites, die Browsealoud auf ihren Seiten anbieten, luden die Anwendung beim Aufruf unwissentlich herunter und schürften vom frühen Sonntagvormittag an im Hintergrund über mehrere Stunden hinweg die Kryptowährung Monero.

Gegen 17 Uhr wurde der schadhafte Code laut "The Register" wieder entfernt. Texthelp kündigte eine umfangreiche Untersuchung des Vorfalles an. Kundendaten seien aber niemals in Gefahr gewesen, versicherte das Unternehmen.

Der Sicherheitsanbieter Sophos geht davon aus, dass - zumindest solange der Boom der Kryptowährungen andauert - die Zweckentfremdung von Rechenleistung auf Privatgeräten weiter Schule machen wird. Und je wertvoller pure Rechenleistung werde, desto mehr Wege würden Cyberkriminelle finden, um die Computer ahnungsloser Endanwender dafür zu nutzen.

 krone.at
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