Sa, 25. November 2017

Zickzack-Wetter

19.07.2010 10:34

So macht der Kreislauf nicht schlapp

Das Wetter schlägt in diesem Sommer die wildesten Kapriolen: Gestern superheiße 35 Grad, heute Absturz auf kühle 20 Grad, morgen wieder über 30 Grad. Tagsüber schwimmen wir durch die drückende Schwüle im Schweiß. Am Abend brechen extreme Gewitter über uns herein. Viele leiden durch die ständigen Wetterwechsel an Kreislauf-Problemen, Kopfschmerzen oder fühlen sich extrem schlapp.

Grund für die körperlichen Beschwerden ist, dass unser Immunsystem versucht, sich an die ständig ändernden Wetterbedingungen anzupassen. Ein gut trainiertes Immunsystem tut sich da leichter: Trainiert wird es durch regelmäßige Saunagänge, Kalt-Warm-Wechselduschen am Morgen, Tautreten, regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft - egal, welches Wetter gerade herrscht. Leichter Ausdauersport im Freien ist ebenfalls empfehlenswert. Bei Hitze den Körper schonen. Bei kühleren Temperaturen darauf achten, sich entsprechend zu kleiden.

Auch die Ernährung kann dabei helfen, das Zickzack-Wetter ohne gröbere Kreislaufprobleme zu überstehen. In seinem Buch "Das große Buch der gesunden Ernährung" (Bestellung siehe Infobox) empfiehlt Prof. Hademar Bankhofer, bei extrem wechselnden Temperaturen wenig und leicht zu essen und dabei auf die richtige Auswahl der Lebensmittel zu achten:

Nimm's leicht
Keine fetten Speisen, reichlich frisches Obst und schonend gedünstetes Gemüse. Beim Obst helfen besonders saftige Melonen, beim Gemüse sind es knackige Salate, mit Oliven- oder Rapsöl angerichtet.

Suppenkraft
Bei Erschöpfungszuständen ist es sinnvoll, eine Tasse warme Gemüsebrühe oder Fleischbrühe in kleinen Schlucken zu trinken. Das gibt mehr Kraft als eine Tasse Bohnenkaffee.

Chrom wird benötigt
Da der Organismus bei schnell wechselndem Sommerwetter für den Kreislauf einen Mehrbedarf am Spurenelement Chrom hat, rät Bankhofer, Pilze, Beeren, Rosinen und Nüsse zu essen.

Eisen für Frauen
Speziell Frauen und Mädchen brauchen bei Wetterkapriolen Eisen: Das liefern laut Bankhofer Apfelmus, Petersilie, Schnittlauch und gedünstete Erbsen.

Die beste Hauptmahlzeit
Die beste Hauptmahlzeit sind in dieser Zeit Pellkartoffeln, die im Topf gemeinsam mit einem Zweig Pfefferminze gedämpft worden sind. Dazu etwas Topfen.

Das "Saure-Gurken-Phänomen"
Am Institut für Ernährungsforschung in New York wurde eine kuriose Beobachtung gemacht: Wer unter dem Wetter leidet, kann den Kreislauf stärken und stabilisieren, wenn er einmal am Tag eine saure Gurke isst oder eine Schnitte Vollkornbrot, dick mit Senf bestrichen. Die Mineralstoffe der Gurke und die Senföle im Senf geben Kraft.

Bitte Bitterstoffe
Auch Bitterstoffe haben sich bewährt: Iss so oft wie möglich Rucola- und Radicchio-Salat, Artischocken oder Brokkoli.

Regelmäßig trinken
Trink an Tagen, an denen die Temperaturen absinken, genau so viel Wasser wie an extrem heißen Tagen: nämlich 2 bis 3 Liter über den Tag verteilt, am besten jeweils mit ein paar Tropfen Zitronensaft.  

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