Sa, 18. November 2017

Fakten statt Mythen

23.06.2008 11:33

Verblüffende Tatsachen zum Thema Abnehmen

Dass Fernsehen mit einer Riesentüte Chips, Schokolade und einem großen Bier auf Dauer der sichere Figurtod ist, wissen wir. Dass aber auch die Löffelgröße, die du benutzt, eine Rolle spielt, hat sich noch nicht herumgesprochen. Auch nicht, dass durchgemachte Nächte im großen Fressen enden können und Klimaanlangen der Figur schaden. Oder wusstest du, dass ausschlafen, spazieren gehen und entspannen besser für die Figur sind als jedes Schlankheitsmittel?

Die Ernährungswissenschaftlerin Annette Sabersky räumt in ihrem Ratgeber „Diät! 99 verblüffende Tatsachen“ (Trias) mit Mythen und Halbwahrheiten zum Thema Abnehmen und Diät gründlich auf und verrät, wie man Diätdramen und seine Akteure in den Griff bekommt.

Hier die wichtigsten Abnehm-Wahrheiten, die sich Diätwillige hinter die Ohren schreiben sollten:

„Friss die Hälfte“ macht krank
Die meisten Diäten ändern langfristig gesehen nichts an unserem Ess-Verhalten. So ist FdH, zu Deutsch „Friss die Hälfte“, zwar eine der beliebtesten Abnehmmethoden überhaupt, doch sie funktioniert nicht auf Dauer. Außerdem hat sie mehrere Haken: Zum einen knurrt ständig der Magen, da man nicht richtig satt wird – Heißhunger droht! Zum anderen ist das Ganze regelrecht ungesund, weil die Abspecker nicht nur 50 Prozent weniger Nährstoffe bekommen, sondern auch nur die halbe Menge lebenswichtiger Vitamine Mineralstoffe und Spurenelemente.

Es kommt auf die Löffelgröße an
Wer das Problem hat, nicht aufhören zu können und oft viel zu viel zu essen, sollte auf die Größe der Portion achten. Das Maß für das, was wir essen, ist nämlich nicht nur der Hunger, sondern auch die Portionsgröße, die wir sehen. US-Forscher zeigten das mit einem einfachen Experiment: Sie platzierten in einem Appartementhaus eine große Schüssel mit M&Ms. Daneben legten sie verschieden große Löffel, große und kleine. Die vorbeikommenden Hausbewohner konnten sich nach Lust und Laune bedienen. Was passierte? Die Nachkatzen aßen alles, was sie auf den Löffel genommen hatten, ratzeputz auf. Und zwar egal, ob sie einen kleinen oder einen großen Löffel gewählt hatten. Die Versuchspersonen fühlten sich gleichermaßen satt und zufrieden, ob der Löffel jetzt groß oder klein war. Hauptsache, er wurde leer gegessen.

Dinner-Cancelling macht höchstens unzufrieden
Essen nach 17 Uhr macht dick, Dinner-Cancelling schlank? Abgesehen davon, dass das 0-Kalorien-Abendessen nicht gerade familienfreundlich ist, ist es noch völlig unklar, ob spätes Essen einen negativen Einfluss auf das Körpergewicht hat: Die wenigen Untersuchungen, die es gibt, sind widersprüchlich. Deshalb keinen Kopf machen, wenn du abends hungrig bist und etwas isst.

Spätesser nicht dicker als Frühesser
Spätesser sind jedenfalls nicht dicker als Frühesser. Das beweisen die Menschen in Italien, Frankreich oder Spanien, obwohl dort meist erst spät am Abend geschlemmt wird. Und dann nicht unbedingt die angeblich so gesunde Mittelmeerkost auf den Tisch kommt, sondern drei, vier Gänge verspeist werden. Dafür gibt’s zum Frühstück dann nur Kaffee und Milch und einen Keks, weil man noch vom Abendessen satt ist.

Schlafentzug macht dick
Wer weniger als fünf Stunden pro Nacht schläft, leidet doppelt so häufig an Übergewicht wie derjenige, der sieben Stunden im Bett bleibt, berichten Forscher der Universität Colombia. Kennt man ja: zu wenig geschlafen = müde und unmotiviert. Da helfen nur Schokolade und andere Sünden.

Nachtaktives Appetithormon entscheidet
Begründet wird der Hunger durch Schlafmangel damit, dass bei einem Schlafdefizit die Appetitregulation aus dem Takt gerät. Im Schlaf wird das Hormon Leptin freigesetzt, das den Stoffwechsel, den Energieverbrauch und auch den Appetit koordiniert. Mangelt es an Leptin, ist der Hunger am nächsten Tag größer und es wird mehr gegessen. Interessanterweise nahmen einer US-Studie zufolge Kurzschläferinnen auch dann zu, wenn sie über den Tag insgesamt weniger Kalorien aßen als die Langschläferinnen. Mögliche Ursache: Müdigkeit mindert auch den Bewegungsdrang.

Klimaanlagen schaden der Figur
Menschen, die in klimatisierten Räumen arbeiten, sind dicker als diejenigen, die hin und wieder das Fenster aufreißen müssen. Grund: Der Körper muss sich durch Temperaturwechsel immer wieder an das unterschiedliche Klima anpassen, und das verbraucht Kalorien. US-Experten vermuten sogar, dass die Zunahme an klimatisierten Wohnungen in den USA in den vergangenen Jahren in etwa den Zuwachs an Übergewicht widerspiegelt.  

Das Buch von Annette Sabersky kann über unseren Shop bestellt werden – Link siehe Infobox.

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