Kaufberatung: Finden Sie mit uns das beste Produkt in unserem Rauchmelder Vergleich 2021

Ein kurzer Überblick
  • Rauchwarnmelder sind kleine Helfer, die frühzeitig eine Rauchentwicklung erkennen und ein Warnsignal ausstoßen. Zumeist funktionieren sie auf optischer Basis über das Streulichtverfahren.
  • Wie diverse Brandmelder- und Feuermelder-Tests gezeigt haben, ist das Anbringen der Rauchmelder an der richtigen Stelle von großer Bedeutung. Einerseits, um die Rauchentwicklung rechtzeitig zu erkennen, andererseits um mögliche Fehlalarme zu reduzieren.
  • Sie dürfen Rauchmelder selbst anbringen, wenn Sie die jeweiligen gesetzlichen Vorschriften berücksichtigen. Möchten Sie diese in einer Mietwohnung durch bessere Modelle ersetzen, müssen Sie sich mit dem Vermieter absprechen, bevor Sie die Rauchmelder austauschen.

rauchmelder-test

Dass Rauchmelder Leben retten können, steht zweifelsfrei fest. Wichtig dabei ist, diese an der möglichst optimalen Stelle in Wohn- und Schlafräumen sowie im Kinderzimmer zu installieren, damit sie zuverlässig funktionieren. Hinzu kommt die Empfehlung, dass Sie Rauchmelder regelmäßig abnehmen lassen sollten, idealerweise durch fachkundiges Personal, wenn diesbezüglich Unsicherheit besteht.

Möchten Sie sich und Ihre Familie noch besser schützen, sollten Sie über eine Kombination aus Rauchmelder, CO2-Melder und CO-Melder nachdenken. Im Gegensatz zur Rauchmelderpflicht erfolgt dies auf freiwilliger Basis. Informieren Sie sich in der nachfolgenden Kaufberatung auf Krone.at darüber, wie Sie die Batterie des Rauchmelders wechseln und worin der Unterschied zu einem Hitzemelder liegt.

1. Wie funktionieren Rauchmelder und wofür benötige ich sie?

Rauchmelderpflicht in Österreich und Deutschland

Für beide Länder gilt die sogenannte Rauchmelderpflicht für alle Neubauten schon seit einigen Jahren. In Deutschland besteht diese Pflicht seit Januar 2021 übergreifend auch für Bestandsbauten. Dies bedeutet, dass entweder Sie als Wohnungs- und Hausbesitzer oder Vermieter einen Rauchmelder anbringen müssen. In Österreich trifft dies abgesehen von der Küche und dem Bad für alle Räumlichkeiten zu. Informieren Sie sich bei Bedarf genauer über die gesetzlichen Vorgaben, was die einzelnen Bundesländer anbetrifft.

Unabhängig davon, ob ein Rauchmelder in der Mietwohnung oder im eigenen Haus montiert wird, ist das Funktionsprinzip identisch. Dazu erhalten Sie nachfolgend Informationen auf Krone.at ebenso wie zu Funk-Rauchmeldern und welche Vorteile diese bieten:

1.1. Das grundlegende Funktionsprinzip und sinnvolle Varianten

Die Rauchmelder-Funktion basiert auf einem optischen Prinzip und nutzt zur Raucherkennung das Streulichtverfahren. Innerhalb des Gerätes befindet sich eine Lichtquelle, die von außen nicht sichtbar ist. In Verbindung mit einem Fotosensor wird frühzeitig erkannt, wenn sich vermehrt Rauchpartikel im Raum befinden, da sich die Streuung des Lichts verändert.

Wie diverse Rauchmelder-Tests gezeigt haben, kann es durch verschiedene Faktoren zu einem Fehlalarm kommen. Unter Umständen entstehen dabei hohe Kosten, wenn etwa die Feuerwehr alarmiert wird. Fachleute empfehlen für diesen Fall sogenannte Dual-Rauchmelder, bei denen diese Gefahr deutlich niedriger ist. Diese Variante wird in der Rauchmelder-Vergleichstabelle aufgeführt.

1.2. Rauchmelder im Wohnzimmer und in anderen Räumen

rauchmelder wird getestet

Rauchmelder warnen Sie bei Rauchentwicklung und ggf. entstehenden Bränden.

Hinsichtlich der Rauchmelderpflicht gibt es Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich: Während in Deutschland eine Pflicht für Schlafräume und den Flur als möglichen Fluchtweg besteht, müssen in Österreich sämtliche Wohnräume ausgestattet werden. Dies gilt auch, wenn es um einen Rauchmelder an der Dachschräge im obersten Geschoss geht.

Als Alternative zum Rauchmelder in der Küche wird ein sogenannter Wärmemelder als die bessere Lösung empfohlen. Wie der Name besagt, wird bei dem auch als Hitzemelder bezeichneten Gerät die Raumtemperatur gemessen. Übersteigt diese einen gewissen Wert, ertönt ein Warnsignal, abhängig vom Hersteller ab ca. 55° C bis 60° C.

1.3. Rauchmelder im Carport

Rein statistisch gesehen, liegen Brandursachen häufig außerhalb von Wohnungen und Häusern, wobei auch vorsätzliche Brandstiftung mit ins Spiel kommt. Stehen beispielsweise die hauseigenen Mülltonnen neben dem Fahrzeug, macht ein Rauchmelder im Carport durchaus Sinn, da beispielsweise Plastik schnell Feuer fängt. Um im Brandfall frühzeitig gewarnt zu werden, ist ein Digital-Rauchmelder oder Funkrauchmelder sinnvoll. Er wird entweder mit dem Smart Home verbunden oder mit den anderen Rauchwarnmeldern in den Innenräumen gekoppelt.

Um den Sicherheitsfaktor zu erhöhen, besteht die Möglichkeit, Rauchmelder, CO2-Melder und CO-Melder miteinander zu kombinieren. Es handelt sich allerdings um ein weiteres Gerät, da Sie dieses anders als einen Rauchmelder anbringen müssen. Hierbei geht es um den Schutz vor hochgiftigem und tödlichem Kohlenmonoxid, dass weder am Geruch erkennbar noch sichtbar für den Menschen ist. CO-Melder werden aufgrund der Gasausbreitung in einer Höhe von 1,5 Meter an geeigneter Stelle im Raum montiert.

2. Rauchmelder in Tests: Welche Arten gibt es?

Nachfolgend erhalten Sie auf Krone.at einen Überblick über die verschiedenen Varianten für den Brandschutz und welche Vorteile Modelle mit Funkmodul bieten.

2.1. Rauchmelder im Vergleich: die verschiedenen Typen

Rauchmelder-Kategorie Eigenschaften
optischer Rauchmelder
  • basiert auf dem Streulichtverfahren und warnt frühzeitig bei einer Rauchentwicklung
  • eignet sich gut für alle Wohn- und Schlafräume in Ihrem Zuhause
  • ist in aller Regel mit einer Langzeitbatterie ausgestattet
  • weit verbreitet und daher relativ günstig
Hitzemelder
  • wird auch als Wärmemelder bezeichnet
  • funktioniert auf Basis einer permanenten Raumtemperaturmessung
  • eignet sich vor allem für Räume wie Küche und Bad
  • kann auch in Kellerräumen sowie in der geschlossenen Garage genutzt werden
Dual-Rauchmelder
  • nutzen das Streulichtverfahren (optisch) und zugleich die Raumtemperatur (thermisch)
  • reagiert erst, wenn Grenzwerte für Rauchpartikel und Raumtemperatur überschritten werden
  • Gefahr eines Fehlalarms wird durch das Dual-Prinzip reduziert
  • etwas teurer, dennoch eine attraktive Alternative

2.2. Funk-Rauchmelder

Funkbasierte Systeme erhöhen den Sicherheitsfaktor in Ihrem Zuhause, wie nachfolgend dargestellt wird:

    Vorteile
  • es werden alle im Haus befindlichen Rauchmelder miteinander gekoppelt
  • für das Koppeln müssen keine Kabel verlegt werden
  • ideal für große Wohnungen und Häuser mit vielen Räumen
  • es erfolgt eine umfassende Warnung, auch wenn sich die Rauchquelle in einem anderen Raum befindet
  • je nach Marke kann der Rauchmelder mit Smartphone oder Tablett verbunden werden
    Nachteile
  • die Bedienung ist beim Einrichten zunächst umfangreicher
  • Komplettsysteme sind etwas kostenintensiver

Die Montage erfolgt vergleichbar zu allen anderen Modellen. Sie können dabei zwischen verschraubbaren oder selbstklebenden Varianten wählen. Bei Letzteren gestaltet sich das Abnehmen der Rauchmelder einfach, wenn ein Wohnungswechsel ansteht und der Vermieter darauf besteht.

3. Einen Rauchmelder kaufen: Worauf muss ich achten?

mann bringt rauchmelder an

In Deutschland besteht eine Rauchmelderpflicht für Wohnhäuser und Wohnungen.

Um den besten Rauchmelder für Ihren Bedarf zu finden, erhalten Sie nachfolgend Anhaltspunkte zu besonders wichtigen Kaufkriterien.

3.1. Die Alarmlautstärke in Dezibel

Die Mindestlautstärke wird auf Basis der EU-Norm DIN EN 14604 geregelt und muss auf jeden Fall 85 dB erreichen. Dies entspricht in etwa einer Motorsäge, die in Ihrem unmittelbaren Umfeld in Betrieb genommen wird. Bei diesem Geräuschpegel wachen Sie mit großer Sicherheit auf.

3.2. Die Batterielaufzeit und wann Sie den Rauchmelder austauschen sollten

Im Prinzip ist es so, dass die Rauchmelder-Batterie der Lebenszeit des gesamten Gerätes entspricht. Sie liegt abhängig von der Marke und dem Modell in einem Rahmen von 5 bis 10 Jahren. Um die Funktionstüchtigkeit zu testen, ist ein Prüfknopf integriert. Erklingt nach mehreren Sekunden Drücken kein Warnsignal, sollten Sie die Batterie des Rauchmelders wechseln oder über eine Neuanschaffung nachdenken.

Tipp: Es gibt spezielle Rauchmelder für gehörlose oder gehörgeschädigte Personen. Anstatt eines Warntons werden diese über Funk mit einem Lichtwarnsystem verbunden. Dabei kann es sich um Lichtblitze handeln, die auch im Schlaf wahrgenommen werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, den Rauchmelder mit einem Vibrationsalarm etwa in einem Schlafkissen zu verbinden. Im Idealfall sind beide Warnsysteme miteinander gekoppelt, was diverse Studien in der Vergangenheit bestätigt haben.

4. Welches sind die beliebtesten Rauchmelder-Hersteller?

Empfehlenswert ist, bei dem Produkt unbedingt auf Qualität in Verbindung mit einer soliden Verarbeitung zu achten. Bei den nachfolgend gelisteten Anbietern können Sie sich auf die genannten Kriterien verlassen:

  • X-Sense
  • Smartwares
  • Hekatron
  • Heimann
  • Ei Electronics
  • Brennenstuhl

Eine weitere gute Orientierung in diesem Zusammenhang bietet das sogenannte Q-Qualitätssiegel, welches durch das Forum Brandrauchprävention e.V. nach vorhergehender Prüfung vergeben wird. Die bestehende Pflicht der Rauchmelder-Montage ist ebenfalls auf die Initiative zurückzuführen. Der Sinn zeigt sich darin, dass die Zahl der Brandopfer seit dem Jahr 2000 halbiert werden konnte.

5. Hat die Stiftung Warentest in der Vergangenheit einen Rauchmelder-Test durchgeführt?

rauchmelder an der decke

Bei größeren Wohnungen und Häusern sind miteinander vernetzte Funk-Rauchmelder empfehlenswert.

Zuletzt hat die Verbraucherorganisation Rauchmelder im Dezember 2020 einer ausführlichen Prüfung unterzogen. Hervorgehoben werden Funkmodelle mit einer Reichweite von ca. 30 bis 50 Metern in geschlossenen Räumen, die an die Smart-Home-Zentrale angeschlossen werden können. Auch konnten bei der Prüfung einige günstige Rauchmelder hinsichtlich der Qualität und Zuverlässigkeit überzeugen. In dem Zusammenhang ist das Modell Ei Electronics Ei650 hervorzuheben, da diesem Rauchmelder mehrfach Testsieger-Qualitäten zugesprochen worden sind. Achten Sie auf Neuigkeiten in 2021.

6. Regelmäßig gestellte Fragen rund um Rauchmelder

6.1. Wie bringe ich einen Rauchmelder richtig an?

Rauchmelder stehen Ihnen zum Anschrauben und zum Verkleben zur Verfügung, wobei der Untergrund für eine gute Haftung möglichst glatt und sauber sein sollte. Aus rechtlicher Sicht haben Wohnungs- und Hausbesitzer die Pflicht, ihre Mieter mit Rauchmeldern zu versorgen.

6.2. Wo bringe ich einen Rauchmelder an?

Rauch steigt nach oben, weshalb Rauchmelder möglichst mittig an der Zimmerdecke angebracht werden müssen. In Räumen mit einer Dachschräge dürfen sie nicht an der Dachspitze befestigt werden. Genauere Montage-Instruktionen und worauf Sie achten sollten, entnehmen Sie den Produktbeschreibungen.

6.3. Wie funktionieren Smart-Home-Rauchmelder?

Smarte Rauchmelder haben den Vorteil, dass sie mit einem Smart-Home-System gekoppelt und so beispielsweise auch per App angesteuert werden können. Dieses Feature ist vor allem dann sinnvoll, wenn ein Alarm ausgelöst wird und der Hausbesitzer gerade unterwegs ist. In diesem Fall bekommt er eine Meldung auf sein Smartphone und kann umgehend reagieren.

Zudem lässt sich per App regelmäßig prüfen, ob die Rauchmelder nach wie vor einwandfrei funktionieren.

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