Kaufberatung: So finden Sie das richtige Produkt in unserem Staubsauger Vergleich 2020

Das Wichtigste in Kürze
  • Staubsauger gibt es mit und ohne Beutel. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, wie unsere Kaufberatung zeigt.
  • Wichtige Kriterien beim Kauf sind das Staubbehältervolumen sowie der Aktionsradius, also die Länge des Stromkabels.
  • Damit das Staubsaugen nicht zur Nervenprobe wird, sollten Sie sich für einen möglichst leisen Staubsauger entscheiden.

Staubsauger-Test
Saubere Böden sind nicht nur für Hausstaub-Allergiker eine wichtige Sache. Sie tragen auch zur Hygiene und dem Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden bei.
Am gründlichsten gelingt die Bodenreinigung mit einem klassischen Staubsauger. Auch wenn die Klassiker immer mehr durch Akku-Sauger und Saugroboter abgelöst werden, wissen Sie auch heute noch mit ihren Vorteilen zu punkten. Welche dies sind und worauf Sie bei Ihrer Kaufentscheidung besonders achten sollten, erfahren Sie nachfolgend.

1. Staubsauger mit oder ohne Beutel: Was ist besser?

Früher hatte jeder Bodenstaubsauger einen Beutel, der regelmäßig geleert bzw. gewechselt werden musste. Dies sorgt nicht nur für das teils recht fummelige Austauschen des Staubsaugerbeutels selbst. Sondern es stellte viele Konsumenten auch vor die große Herausforderung, die passenden Staubsaugerbeutel nachzukaufen. Denn zu Hochzeiten der Staubsauger mit Beutel gab es viele verschiedene Typen, die sich durch verschiedene Nummern- und Zahlenkombinationen unterschieden.
Heute sind viele Staubsauger ohne Beutel. Stattdessen sammelt ein Filter im Staubsauger den aufgesaugten Dreck in einem Auffangbehälter. Dieser kann dann im Idealfall mit einem Handgriff vom Gerät abgenommen werden. Zum Entleeren wird er einfach über dem Mülleimer ausgekippt. Das ist in der Regel deutlich einfacher und staubfreier als das Entnehmen eines vollen Beutels. Daher sind beutellose Staubsauger ideal für Allergiker. Zudem sind sie kostengünstiger im Unterhalt, da der Nachkauf der Staubsaugerbeutel entfällt.

2. Was unterscheidet klassische Staubsauger von modernen Akku-Geräten?

Neben den Staubsaugern ohne Beutel sind die Akku-Staubsauger eine weitere Innovation der letzten Jahrzehnte. Zunächst primär als Handstaubsauger erhältlich, gibt es heute immer mehr Staubsauger mit Akku für die Bodenreinigung. Zudem erobern die Staubsauger-Roboter immer mehr Haushalte.

Typ Eigenschaften
Bodenstaubsauger Klassische Staubsauger mit Wagen und langem Rohr, kabelgebunden.
Akku-Staubsauger Kompakte und leichte Geräte zum Saugen, begrenzte Akkulaufzeit. Teils mit integriertem Handstaubsauger.
Handstaubsauger Zum schnellen Absaugen von Sofas, Tischen und mehr. Auch als Staubsauger fürs Auto geeignet.
Saugroboter Staubsauger-Roboter saugen automatisch den Boden, weisen allerdings teils Schwächen bei der Saugkraft auf.

Ein Vorteil der Akku-Modelle ist das im Vergleich zu einem großen Bodenstaubsauger geringe Gewicht. Damit sind sie die idealen Staubsauger für ältere Menschen, die einen großen und schweren Bodenstaubsauger nicht mehr handhaben können. Allerdings weisen die Akku-Modelle meist eine geringere Saugkraft auf, sind zudem je nach Intensität der Nutzung bereits nach einigen Minuten leer und bedürfen dann einer Ladepause.

Staubsauger ohne Akku sind dank des Stromkabels hingegen unbegrenzt nutzbar, aber in ihrem Bewegungsradius eingeschränkt. Daher ist ein möglichst langes Stromkabel empfehlenswert. Zudem sind sie preiswerter als Akku-Modelle, was ein großer Vorteil ist, wenn Sie einen günstigen Staubsauger suchen. Teilweise sind diese bei Aldi, Lidl oder anderen Discountern für unter 100 Euro erhältlich.

Zudem überzeugen die Geräte laut Staubsauger-Tests im Internet mit folgenden Stärken:

    Vorteile
  • meist höhere Saugleistung
  • günstiger
  • endlos nutzbar (kein leerer Akku)
  • mit und ohne Beutel erhältlich
    Nachteile
  • kabelgebunden, begrenzter Bewegungsradius
  • schwer und unhandlich
  • hoher Platzbedarf

3. Staubsauger kaufen: Auf welche Kriterien sollten Sie achten?

Wer einen neuen Staubsauger kaufen möchte, der steht einer großen Auswahl gegenüber. Aber welches ist das beste Modell? Neben unserem Staubsauger-Vergleich mit obiger Vergleichstabelle gibt Ihnen krone.at auch die wichtigsten Kriterien an die Hand, auf die Sie bei Ihrer Kaufentscheidung achten sollten.

3.1. Wie wichtig ist die Wattzahl für die Saugleistung?

Staubsauger auf Teppichboden

Die Saugleistung ist eines der entscheidenden Kriterien.

Früher hieß es allgemein, dass Staubsauger mit mehr Watt auch besser saugen. Gewissermaßen gilt dies auch heute noch. Denn die Leistung in Watt ist ein Anhaltspunkt für die Stärke des Motors. Das sollte zur Folge haben, dass auch die Saugleistung entsprechend hoch ausfällt.
Allerdings spielen auch andere technische Aspekte eine wichtige Rolle dafür, wie gut ein Staubsauger den Dreck von Böden wie Teppichen aufnimmt. Zumal die Wattzahlen von der EU ohnehin auf 1.600 Watt limitiert wurden. Heute ist die Leistung in Watt ein Wert, den Sie sich bei der Kaufentscheidung kurz anschauen sollten. Aber gerade bei einem Staubsauger für Parkett, wenn Sie keine oder nur wenige Teppiche haben, ist dies nicht so wichtig. Wer hingegen einen Staubsauger für Tierhaare (z. B. Hundehaare), die aus Teppichen gesaugt werden müssen, sucht, benötigt auf jeden Fall eine hohe Saugkraft. Auch im Zusammenspiel mit einem Haarschneider ist ein Staubsauger, der Haare gut vom Boden aufnimmt, wichtig.

Allgemein gilt: Viel wichtiger ist die Bewertung der Saugleistung, der wir in der obigen Tabelle zwei Spalten für Teppiche und Hartböden gewidmet haben.

3.2. Je besser die Energieeffizienzklasse, desto geringer der Stromverbrauch

Besonders sparsam

Wir empfehlen Ihnen Staubsauger mit Energieeffizienzklasse A. Diese verbrauchen deutlich weniger Energie als Modelle mit einer schlechteren Einstufung.

Wie bei vielen anderen technischen Geräten spielt auch bei Staubsaugern die Energieeffizienz, wiedergegeben durch die Energieeffizienzklasse, eine entscheidende Rolle. Zwar laufen Staubsauger in der Regel nicht sonderlich lange. Aber durch die hohe Stromaufnahme von meist mehr als 1.000 Watt verbrauchen die Geräte schon einiges an Energie. Das gilt vor allem für Staubsauger bei Allergikern, die sehr häufig den Boden reinigen.

3.3. Einen großen Staubbehälter müssen Sie seltener leeren

Entscheiden Sie sich für einen Staubsauger ohne Beutel, dann ist das Staubbehältervolumen in Litern ein entscheidendes Maß. Je größer dieser ist, desto seltener müssen Sie ihn leeren bzw. desto länger können Sie am Stück staubsaugen.

Neben der Größe ist auch die Handhabung wichtig. Das Entleeren sollte möglichst einfach funktionieren und ohne Kontakt mit dem aufgesaugten Dreck möglich sein. Dies ist besonders wichtig bei Staubsaugern für Allergiker.

Fällt die Wahl hingegen auf einen Beutel-Staubsauger, ist auch hier etwas Augenmerk ratsam. Zum einen sollte der Beutel möglichst groß sein. Und zum anderen sollte der Nachkauf der Staubsaugerbeutel möglichst kostengünstig sein, um die Folgekosten gering zu halten.

Ebenfalls in diesem Zusammenhang wichtig ist der Filter, der die Abluft reinigt. Weit verbreitet sind HEPA-Filter. Entscheidend ist aber (vor allem für Allergiker), dass die aus dem Gerät ausströmende Luft möglichst sauber ist.

3.4. Gewicht und Lautstärke sollten möglichst gering ausfallen

Bodenstaubsauger sind in der Regel deutlich schwerer als Akku-Staubsauger. Die meisten Modelle wiegen 6 kg oder mehr. Besonders leichte Geräte weisen laut Staubsauger-Tests im Internet ein Gewicht in kg von um die 5 kg auf.

krone.at-Tipp: Leichte Staubsauger sind für ältere Menschen besonders gut geeignet, da sie einfacher zu tragen sind. Aber auch für Bewohner von Häusern oder Wohnungen über mehrere Etagen sind diese Modelle leichter die Treppen hinauf- und herunterzutragen. Sie sind auch als Staubsauger für Kinder geeignet, wenn diese ihr Zimmer selbst saugen wollen bzw. sollen.

Staubsauger kompakt

Je leichter der Staubsauger, desto einfacher das Staubsaugen.

Je kompakter die Abmessungen sind, desto handlicher ist das Gerät. Das ist unter anderem praktisch beim Transport, z. B. wenn Sie den Staubsauger zum Camping mitnehmen wollen. Es gibt aber auch spezielle Camping-Staubsauger, die auf die Bedürfnisse in Wohnmobilen und Wohnwagen ausgelegt sind.
Neben dem Gewicht sollte auch die Lautstärke in Dezibel im Betrieb möglichst gering ausfallen, weil dies sonst eine unnötige Belastungen für Sie und Ihre Umwelt ist. Manche Staubsauger können, per Chip geregelt, in verschiedenen Stufen betrieben werden, sind dann teils leiser und teils lauter.

Wie verschiedene Bodenstaubsauger-Tests im Internet zeigen, saugen besonders leise Staubsauger mit weniger als 70 dB. Es gibt aber auch Modelle, die deutlich über diesem Wert liegen.

3.5. Ein großer Lieferumfang ist praktisch

Ebenfalls lohnt sich ein Blick auf den Lieferumfang. Die Hersteller legen ihren Staubsaugern unterschiedlich viel Zubehör bei. Praktisch sind verschiedene Düsen, mit denen Sie z. B. Sofas, Fußleisten, Möbel und Co absaugen können.

Einige Staubsauger haben eine Bürste in der Bodendüse. Diese lockert beim Staubsaugen den Dreck in Teppichen, damit dieser besser aufgesaugt werden kann. Bei einigen Staubsaugern ist die Bürste motorisiert, bei anderen wird sie durch die Bewegung der Düse angetrieben.

3.6. Die Verarbeitung sollte auf hohem Niveau sein

Während das Design bei einem Staubsauger eine untergeordnete Rolle spielt, ist die Verarbeitung schon wichtig. Das Gerät sollte hochwertig verarbeitet und stabil sein. Denn in der Regel geht es beim Staubsaugen nicht immer sonderlich zimperlich zu. Wenn bereits beim ersten Einsatz eine Düse abbricht, haben Sie vermutlich nicht lange Freude an Ihrem neuen Staubsauger.

4. Gibt es einen Staubsauger-Test von der Stiftung Warentest?

Staubsauger-Bürste

Je mehr Düsen und Bürsten im Lieferumfang enthalten sind, umso besser.

Die Stiftung Warentest hat bereits zahlreiche Staubsauger-Tests durchgeführt. Es wurden schon über 100 verschiedene Modelle getestet.
Besonders interessant ist, dass bei den Tests von Staubsaugern in verschiedene Kategorien unterschieden wird: Bodenstaubsauger mit Beutel, Bodenstaubsauger ohne Beutel sowie Akku-Staubsauger. Dies schafft eine gute Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Arten bzw. Typen. Welches der aktuelle Staubsauger-Testsieger bzw. beste Staubsauger laut Stiftung Warentest ist, erfahren Sie auf der Webseite des Testinstituts.

5. FAQ: Haben Sie noch weitere Fragen?

Sind noch nicht alle Ihren Fragen durch die Kaufberatung von krone.at beantwortet? Kein Problem. Zum Abschluss des Staubsauger-Vergleichs 2020 geben wir Antworten auf häufig gestellte Fragen.

5.1. Wie funktioniert ein Staubsauger?

Durch den integrierten Motor erzeugt der Staubsauger einen Unterdruck. Dieser zieht den Dreck auf dem Boden durch die Düse und das lange Rohr in das Gerät, wo er dann in einem Behälter oder einem Beutel gesammelt wird. Die angesaugte Luft wird durch einen Filter gereinigt und dann wieder möglichst sauber herausgepustet.

5.2. Wie viel Watt sollte ein Staubsauger haben?

Seit 2014 sind Staubsauger in Europa auf eine maximale Leistung von 1.600 Watt limitiert. Leistungsstärkere Modelle sind nur noch erhältlich, wenn diese vor 2014 auf den Markt gebracht wurden. Allerdings reicht eine Leistung von um die 1.500 Watt in der Regel auch vollkommen für die Bodenreinigung aus.

5.3. Was hilft gegen einen stinkenden Staubsauger?

Manche Nutzer schwören auf ätherisches Öl im Staubsauger. Dies soll verhindern, dass das Gerät im Betrieb müffelt. Bevor Sie aber ein ätherisches Öl in Ihren Staubsauger kippen, sollten Sie sich zu diesem Thema ausgiebiger informieren. Sonst kann das Gerät Schaden nehmen. Oft reicht bereits eine gründliche Reinigung.

5.4. Welches sind die bekanntesten Marken?

Zu den bekanntesten Herstellern von Staubsaugern zählen die folgenden Marken:

  • AEG
  • Bosch
  • Dyson
  • Miele
  • Rowenta
  • Siemens
  • uvm.

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