Kaufberatung: So finden Sie das richtige Produkt in unserem Wischroboter Vergleich 2020

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Wischroboter erspart Ihnen das Wischen Ihres Bodens. Ein Wischroboter, der nur wischt (und nicht saugt) ist dafür konzipiert, nass bis feucht den Boden zu reinigen. Im Idealfall kommt er auf Fliesen, Steinboden oder anderen Hartböden zum Einsatz.
  • Entscheidend beim Kauf eines Wischroboters ist natürlich die Wischleistung. Wischroboter mit Walze kommen sogar gegen hartnäckige Flecken auf dem Boden an.
  • Ein Kennwert, der bei der Wahl eines Wischroboters entscheidend sein kann, ist die Fläche, die der Wischroboter mit nur einer Akkuladung reinigen kann. Im besten Fall schafft der Wischroboter 100 Quadratmeter und mehr.

Wischroboter Test

Der Wischroboter gehört zur Familie der Staubsauger-Roboters. Der Staubsauger-Roboter übernimmt den Job des Staubsaugers; der Wischroboter den des Wischers. Die Frage, wie gut Wischroboter sind, lässt sich pauschal natürlich nicht beantworten. Allerdings zeigt Ihnen der folgende Ratgeber auf, wie wichtig es ist, auf einen Spezialisten zu setzen, wenn Sie einen Wischroboter kaufen.

Kombigeräte können zwar wischen und saugen, aber laut diversen Wischroboter-Tests im Internet beides nicht auf demselben Niveau wie ein Wischroboter oder sein saugender Bruder, der Saugroboter. In unsererm Wischroboter-Vergleich 2020 erklären wir Ihnen alles über die cleveren Geräte.

1. Welche Arten von Wischrobotern gibt es?

Wischroboter mit Walze

Ein Wischroboter mit Walze entfernt selbst hartnäckigen Schmutz.

Ein Wischroboter ist ein Roboter aus der Kategorie der Haushaltshelfer, welcher das regelmäßige Bodenwischen für Sie komplett automatisch übernimmt. Anders als ein Staubsauger-Roboter hat ein reiner Wischroboter keine Saug- sondern nur eine Wischfunktion.

Natürlich gibt es mittlerweile auch Saugroboter mit Wischfunktion, dennoch empfehlen wir Ihnen einen reinen Wischroboter, wenn es Ihnen hauptsächlich um eine zuverlässige, nasse Bodenreinigung geht.

Ein Wischroboter funktioniert je nach Wischtechnik – und davon gibt es zwei, wie die folgende Tabelle zeigt:

Wisch-Typ Vorteile und Nachteile
Wischroboter mit Nasssaug-Funktion + wischen feucht
+ saugen Wasser anschließend wieder ab
+ kommen als Industrie-Wischsauger oder als Outdoor-Wischsauger zum Einsatz
- ungeeignet für wasserempfindliche Böden
Wischroboter mit Trockenstaub-Funktion + feuchtes Abwischen des Bodens
+ auch anwendbar auf empfindlichen Böden
- keine besonders gründliche Tiefenreinigung

Fazit der Krone.at Redaktion: Ihr Boden und Ihre Schmutzlevel entscheiden darüber, welcher Wischroboter in Ihrem Haushalt einziehen sollte. Verfügen Sie über Stein- oder Fliesenboden, ist ein Wischroboter mit Nasssaug-Funktion die gründlichere Variante. Diesen können Sie als Industrie-Wischroboter in der Garage oder als Outdoor-Wischroboter nutzen. Bei Laminat, Parkett, PVC oder auf dem Holzboden sollte der Wischroboter nur wenig Wasser nutzen, um den Boden zu wischen.

2. Wie funktioniert ein Wischroboter?

Wischroboter ohne Saugfunktion

Ein Wischroboter arbeitet auf Hartböden, wie etwa Fliesen, besonders gut.

Ein Wischroboter ist dafür gemacht, selbstständig zu arbeiten. Um gut funktionieren zu können und Ihren Boden regelmäßig wischen zu können, braucht ein Wischroboter jedoch mehr Unterstützung Ihrerseits als ein Saugroboter.

Sie müssen:

  • regelmäßig den Wassertank befüllen
  • regelmäßig die Wischtücher wechseln

Damit der Wischroboter Ihnen eine echte Hilfe im Haushalt wird, sollten Sie auf die folgenden Funktionen achten.

2.1. Wie navigiert sich der Wischroboter durchs Haus?

Die meisten Modelle wischen nach dem Chaosprinzip, was in der Praxis so aussehen könnte: Der Boden wird bis zum Anstoßen an ein Hindernis befahren und wechselt dann immer wieder die Richtung.

Tipp: Die besten Wischroboter erkennen mittels eines Sensors die Hindernisse schon vor dem Anstoßen, und steuern langsam darauf zu, um daran vorbeizufahren. Diese Fahrweise ist geordnet und verspricht eine fast lückenlose Reinigung. Außerdem geht der Wischvorgang so schneller und der Reinigungsbereich ist komplett gewischt.

Einige Modelle brauchen eine Navigationsboje, um sich zu orientieren. Diese Boje wird in der Mitte des zu reinigenden Bodens platziert und ermöglicht dem Wischroboter eine gute Orientierung in Ihren Räumen.

Neuere Modelle, wie der Braava von iRobot, verfügen über eine Kamera und zusätzliche Sensoren für die Orientierung. Diese Ausstattung ist zwar teurer, garantiert aber auch die perfekte Reinigung von schwer zugänglichen Ecken und Winkeln.

Mittlerweile lassen sich auch viele Modelle per Sprachsteuerung, wie dem Google Assistent oder Amazons Alexa, steuern. Der Wischroboter von Miele lässt sich per App bedienen. Modelle mit Fernbedienung werden zunehmend seltener.

Fazit der Krone.at Redaktion: Eine gute Navigation ist genauso wichtig wie die integrierte Teppicherkennung. Der Wischroboter sollte nur harte Böden bearbeiten, jedoch nicht Ihren Teppich durchnässen. Einigen günstigen Wischroboter müssen Sie unter die Arme greifen, indem Sie den Wischroboter über den Teppich heben; teurere Geräte erkennen diesen Höhenunterschied mithilfe von Sensoren und Lasern und bewältigen diesen selbständig.

2.2. Wie bewegt sich ein Wischroboter vorwärts?

Wischroboter App

Moderne Geräte lassen sich per App steuern.

Viele Wischroboter bewegen sich auf Rädern, welche allerdings Spuren hinterlassen; andere wiederum besitzen eine Dual-Spin-Technologie und bewegen sich mittels zwei rotierenden Pads. Die typische Schrubber-Bewegung ist bei den meisten Modelle Standard.

Bessere Modelle fahren immer wieder hin und her, um den Boden zu reinigen. Diese Wischroboter imitieren einen nassen Handwischer. Besonders gründlich wird die Bodenreinigung mit Reinigungsplatten, welche unter dem Gerät rotieren.

Die besten Wischroboter haben eine Walze. Ein Wischroboter mit Walze entfernt Schmutz deutlich zuverlässiger.

2.3. Welche Stromversorgung hat ein Wischroboter?

Seinen Antrieb erhält der Wischroboter durch einen Akku. Bezüglich Antrieb und Akkuleistung sollten Sie auf diese Punkte achten: Der Akku eines Wischroboters hält je nach Modell mindestens 100 Minuten. Diese wird in diversen Wischroboter-Tests im Internet als Akku-Laufzeit in Minuten ausgewiesen. Die meisten Modelle ermöglichen mit nur einer Akkuleistung das Wischen von über 100 Quadratmetern Fläche.

Die Lautstärke des Wischroboters ist sehr gering, da das Wischen keine lauten Geräusche verursacht. An dieser Stelle unterscheidet sich der Wischroboter grundlegend vom Saugroboter, bei Letzterem ist der dB-Wert eine wichtige Vergleichsgröße.

2.4. Wie viel Wasser braucht das Gerät?

Die Wassermenge, welche vom Gerät abgegeben wird, kann bei den teureren Modellen geregelt werden. Mitunter können Sie diese Funktion bzw. die Wassermenge auch per App steuern.

Hinweis: Große Wassermengen haben im schlimmsten Fall ein Aufquellen des zu reinigenden Laminats zur Folge. Das Aufsprühen von Wasser ist hingegen nur bei versiegelten Flächen empfehlenswert.

Beim Entfernen des Tanks ist bei jedem Modell Vorsicht geboten. Auch die teuersten Modelle verlieren hier hin und wieder einige Tropfen Wasser. Da die meisten Tanks nicht allzu groß sind, schafft ein Wischroboter im Schnitt eine zu reinigende Fläche von etwa 30 Quadratmetern.

Nur bei sehr wenigen Modellen sind die Tanks etwas größer. Ebenfalls besitzen einige Roboter einen Schmutzwassertank, was die Größe des Wischwassertanks verringert.

2.5. Braucht ein Wischroboter spezielles Zubehör?

Wischroboter Putzmittel

Anstatt händisch oder per Schrubber den Boden zu reinigen, funktioniert der Wischroboter voll automatisch.

Bei einigen Modellen gehören spezielle Reinigungsmittel zum Wischroboter sowie austauschbare Wischtücher zum mitgelieferten Zubehör. Einwegtücher müssen bei jedem Wischvorgang erneuert werden und schaden so der Umwelt und kosten Geld.

Bei den meisten Modellen können handelsübliche Reinigungsmittel für den Wischroboter verwendet werden, bei anderen ist der Zusatz spezieller Putzmittel im Wischroboter-Wassertank laut Hersteller nicht nötig.

Tipp: Eine Wischroboter mit Microfasertüchern ist umweltbewusst und spart bares Geld. Die Microfasertücher können regelmäßig in der Waschmaschine ohne Verwendung von Weichspülern gewaschen werden.

3. Kaufberatung: Saug- oder Wischroboter – was ist sinnvoller?

Luxus-Wischroboter

Besonders teure Modelle wechseln eigenständig zwischen dem Saug- und dem Wischmodus, kosten dann aber auch über 1000 Euro.

Saug- und Wischroboter erfreuen sich großer Beliebtheit, denn sie implizieren die Möglichkeit, nach einem anstrengenden Tag in der Arbeit nach Hause zu kommen – in ein frisch gesaugtes oder frisch gewischtes Eigenheim. Was bleibt ist die Herausforderung zu entscheiden, welches Modell es sein soll.

Eine Übersicht der drei Varianten sowie deren Vor- und Nachteile soll die folgende Tabelle geben.

Typ Vorteile Nachteile
Wischroboter + großer Wassertank
+ integrierter Schmutzwassertank
+ sehr gute Wischleistung
+ oft mit integriertem Mikrofasertuch
+ reinigt gründlich
+ erkennt Teppichböden
- kann nicht staubsaugen
- ggf. Zusatzkosten durch Reinigungstücher
Saugroboter + saugt zuverlässig Staub vom Boden
+ integrierter Staubbehälter
+ sehr gute Saugleistung
+ reinigt gründlich
- kann nicht wischen
Staubsauger-Wischroboter + kann saugen und wischen
+ keine Anschaffung von zwei Geräten nötig
- ist in den Einzelleistungen nicht besonders ordentlich

Fazit der Krone.at Redaktion: Wählen Sie einen Spezialisten und keinen Generalisten für Ihren Boden. Damit wollen wir Ihnen nachdrücklich dazu raten, einen Wischroboter nur zum Wischen zu verwenden. Den Wischroboter ohne Saugfunktion gegen die Haare des Haustieres ins Rennen zu schicken, ist hingegen keine gute Idee.

4. Wie lässt sich ein Wischroboter reinigen?

Der Wischroboter muss nass gereinigt werden. Im besten Fall können Sie die Wischer abnehmen und unter warmem Wasser abspülen. Ebenfalls sollte das Gehäuse regelmäßig von Staub und Schmutz befreit werden.

Ein eventuell mitgeliefertes Mikrofasertuch muss regelmäßig in die Waschmaschine. Waschen Sie das Reinigungstuch niemals mit Weichspüler, da Sie ansonsten durch die Rückstände am Tuch schmierige Streifen auf Ihrem Boden finden!

Den Wassertank Ihres Wischroboters müssen Sie regelmäßig entkalken – und zwar je nach Härte Ihres Brauchwassers. Dazu füllen Sie den Tank einfach mit klarem Wasser und geben Sie handelsüblichen Entkalker hinzu. Beachten Sie hierbei die Gebrauchsanweisung des Herstellers. Bei besonders kalkhaltigem Brauchwasser kann destilliertes Wasser eine Alternative darstellen.

5. Wichtige Fragen und Antworten rund um Wischroboter aus Tests im Internet

5.1. Welche Hersteller bieten Wischroboter an?

Medion, Kärcher, Xiaomi, iRobot und Zaco sind die bekanntesten Marken-Hersteller von Wischrobotern, doch nicht alle haben dieselben Funktionen. Bei einigen Modellen handelt es sich um Hybride, die trocken und nass saugen können.

Darüber hinaus unterscheiden sich die Typen im Preis. Günstige Modelle gibt es in Discountern wie Hofer oder Lidl bereits für unter 100 Euro. Teurere Modelle, wie etwa professionelle Wischroboter von Kärcher oder iRobot-Wischroboter, kosten mehrere 100 Euro. Der Wischroboter von Kärcher rechtfertigt seinen Preis beispielsweise über eine Kamera-Navigation.

5.2. Hat die Stiftung Warentest Wischroboter getestet?

Wischroboter wurden in einem Test, den die Stiftung Warentest in der Ausgabe 01/2020 veröffentlicht hat, genauer unter die Lupe genommen.

In puncto Wischleistung erhielt der iRobot Braava jet m6 die Note 1,8 und der Moneual Everybot RD700 die Note 1,9 für seine Wischleistung. Um einen Wischroboter-Testsieger zu bestimmen, gab es nicht genügend Geräte im Wischroboter-Test.

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