Das ewige Gejammere der Wirtschaft, man müsse in Österreich so hohe Löhne zahlen, man habe zu viele Feiertage und man müsse sich deshalb überlegen, ins Ausland abzuwandern, ist in Wirklichkeit schon eine ganz alte Masche. Wenn nämlich Konzerne in der Lage sind, wie es die junge Larissa Zivkovic (Sozialistische Jugend Österreich, Anm.) in einer TV-Diskussion richtig gesagt hat, Milliarden an sich selbst auszuzahlen, sprich an Aufsichtsräte und Vorstände, ist dieses Gejammere geradezu lächerlich und auch erpresserisch. Geht es nach der Wirtschaft, müsste der arbeitende Mensch aus purer Lust am Arbeiten und am besten ohne Feiertage täglich sein Bestes geben. Der oft verschleierte Gewinn würde wohl noch höher ausfallen, aber das Jammern würde nicht verstummen, solange was zu holen ist. Wie viele Protestbewegungen zeigen, haben es arbeitende Menschen allmählich satt, für Unersättliche zu arbeiten.
Reinhard Scheiblberger, Niederranna
Erschienen am Fr, 6.11.2026
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