Die Midterms lieferten ein in dieser Dimension unerwartetes, historisches Ergebnis. Die Demokraten versetzten Trump, der MAGA-Bewegung und den Republikanern eine herbe Wahlschlappe. Auch in bisherigen Trump- und Republikaner-Hochburgen. Und sie gewinnen die Mehrheit im Kongress, also im Senat und im Repräsentantenhaus. Was so auch nicht zu erwarten war. Auch ich atme erleichtert auf, wenn es noch Länder und Wähler gibt, die links- wie rechtsextremer bis radikaler Politik mit autokratischen Zügen die verdiente überfällige Rote Karte zeigen. Weil die meisten selbst erkennen, warum man sie besser nicht ans Ruder der Macht lässt. Bei Trump kam wohl auch noch seine ungehobelte, despotische Art mit hinzu. Die Zeit der politischen Narrenfreiheit innerhalb Amerikas ist für Trump jetzt wenigstens etwas eingeschränkt. Aber außenpolitisch kann er der Welt weitere tiefe Wunden und den USA Folgeschäden verpassen. Die Republikaner sind gut beraten, sich bis 2028 lieber auf einen gemäßigten Mitte-rechts-Spitzenkandidaten zu einigen. Und die Demokraten sollten sich besser für einen gemäßigten Linken als Spitzenkandidat entscheiden.
Christian Stafflinger, Linz
Erschienen am Fr, 6.11.2026
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