Einen herzlichen Dank an Herrn Weinpolter, der im „Freien Wort“ am 28. Oktober meint, dass KI nicht die natürliche Intelligenz, den Hausverstand, ersetzen kann. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. So beeindruckend die Leistungen moderner künstlicher Intelligenz auch sein mögen, sie bleibt am Ende ein hoch entwickeltes Werkzeug. KI verarbeitet gigantische Datenmengen, erkennt Muster und generiert Texte oder Bilder in Sekundenschnelle. Doch sie „denkt“ nicht im menschlichen Sinne. Sie besitzt weder Bewusstsein noch Empathie, Lebenserfahrung oder Bauchgefühl. Genau hier kommt der menschliche Hausverstand ins Spiel. Er beruht auf Logik, Intuition, Kontextverständnis und der Fähigkeit, auch bei unvollständigen Informationen oder Situationen vernünftig zu handeln. Ein Computer kann Berechnungen anstellen, aber abwägen, was in einer konkreten Situation menschlich richtig und angemessen ist, kann nur der Mensch. Künstliche Intelligenz kann uns Routinearbeiten abnehmen und als Hilfsmittel dienen. Aber die Verantwortung, das ethische Urteilsvermögen und der gesunde Menschenverstand müssen jedoch stets bei uns Menschen bleiben.
Josef Pratsch, Angern
Erschienen am Do, 29.10.2026
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