Es gibt sehr viele und verschiedene Versuche, KI zu erklären. Aber eine allgemeingültige Definition von KI gibt es nicht, weil auch der Intelligenz-Begriff selbst bisher nicht eindeutig definiert ist. Ganz simpel erklärt, ist es der Versuch, menschliches Lernen und Denken auf den Computer zu übertragen und ihm damit kognitive Fähigkeiten zu verleihen, dazu gehören Lernen, Planen, logisches Denken und Wissenspräsentation. Es gibt aber (noch) keine Definition, die ohne Menschen auskommt. Im Grunde ist KI eine Maschine, aber diese muss nicht für jeden Zweck programmiert werden. Denn die KI kann auch eigenständig Antworten finden und selbstständig Probleme lösen oder auch schaffen. Die Digitalisierung und der Einsatz neuer Technologien, allen voran der KI, nimmt ständig zu. Wohin das führt, ist bei Weitem noch nicht geklärt. Gemäß Goethes „Zauberlehrling“ könnte es bzgl. KI eines Tages lauten: „Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.“ Dieses geflügelte Wort beschreibt eine Situation, in der man selbst Probleme, Entwicklungen, Techniken oder Konflikte heraufbeschworen hat, die man nun nicht mehr kontrollieren oder stoppen kann. Apropos Digitalisierung: Vor mehr als zehn Jahren hat der Gehirnforscher und Autor Manfred Spitzer mit seinem Bestseller „Digitale Demenz – Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen“ eine heftige Diskussion ausgelöst. Es ging um den flächendeckenden Einsatz digitaler Medien in den Schulen. Übrigens, das Mobiltelefon (Handy) ist sowieso schon zur Plage im Schulalltag geworden, daher sollte wenigstens der Unterricht digitalfrei bleiben. Seine These: Die frühzeitige Verwendung von Tablets, Smartphones etc. sowie das häufige Computerspielen führt zur Verdummung. Er schreibt weiter, dass er keinem 12-Jährigen den Zugang zum Internet erlauben würde, jüngeren Kindern schon gar nicht. Wenn Kinder und Jugendliche zu früh und zu häufig ihr Denkvermögen quasi an Endgeräte auslagern, also das Denken nicht ausreichend trainieren, verkümmert es, denn digitale Medien sind nur ein Werkzeug und kein Intelligenz-Ersatz. Zurück zur KI: Die Verselbstständigung der KI kann uns schon Angst machen, denken wir nur an KI-gesteuerte Waffensysteme, die sich unter Umständen gegenseitig den Krieg erklären – ohne Trump und ohne Putin.
Mag. Anton Bürger, per E-Mail
Erschienen am Do, 15.10.2026
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.