Ein 45-jähriger griechischer Lkw-Lenker scherte sich offenbar wenig um die Sozialvorschriften in Österreich: Bei einer Polizeikontrolle am Arlberg wurden ihm 23 Verstöße nachgewiesen. Zudem war bei seinem Fahrzeug „Gefahr im Verzug“ durch einen Reifen, der bis zum Gewebe abgefahren war.
Ein 45-jähriger griechischer Staatsangehöriger lenkte Mittwochnachmittag ein Sattelkraftfahrzeug auf der S16 Arlbergschnellstraße in St Jakob am Arlberg, wo er gegen 13.45 Uhr im Bereich der Mautstelle des Arlbergtunnels einer Lenker- und Fahrzeugkontrolle durch Kontrollorgane des Bezirkspolizeikommandos Landeck unterzogen wurde.
Lenk- und Ruhezeiten verfälscht
Bei der Überprüfung und Auswertung der Fahrerkarte wurde festgestellt, dass der Lenker die Fahrerkarte in Italien und in Belgien wiederholt aus dem Kontrollgerät entnommen, Tätigkeiten ohne Karte ausgeübt und sodann jeweils durchgehende Ruhezeiten nachgetragen hatte. Dadurch verfälschte er die auf der Fahrerkarte dokumentierten Zeiten und legte die Fahrerkarte bei der Kontrolle als verfälschtes Beweismittel vor.
Reifen völlig abgefahren
Zudem stellten die Prüfer des Prüfzuges der ASFINAG fest, dass ein Reifen des Aufliegers bis zum Gewebe abgefahren war, was einen Mangel mit Gefahr im Verzug darstellt. Der Reifen musste vor Ort gewechselt werden. Insgesamt wurden bei der Kontrolle 23 Verstöße gegen die Sozialvorschriften festgestellt. Sicherheitsleistungen in Höhe von 7350 Euro wurden eingehoben.
Mehrere Anzeigen für Lenker
Der Grieche wird der Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen Verdachts der Beweismittelfälschung angezeigt. Des Weiteren werden Anzeigen wegen Verstößen gegen die Sozialvorschriften, sowie aufgrund von Übertretungen nach kraftfahrrechtlichen Bestimmungen an die Bezirkshauptmannschaft Landeck erstattet.
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