Die Bauern haben der Industrie vertraut, dass ihre Produkte vor Ort abgenommen und verarbeitet werden. Der belgische Eigentümer schließt nun quasi von heute auf morgen das Tiefkühlwerk, und die Bauern stehen im Regen. Zuerst wird ein Betrieb von ausländischen Konzernen übernommen, mit der Zusicherung, dass alle Waren abgenommen und in Österreich verarbeitet werden. Das Verkaufen von einheimischen Betrieben hat System. Zuerst die Bevölkerung einlullen und dann mit der Begründung, wenig profitabel zu sein, zusperren. Beispiele gäbe es genug (siehe Semperit uvm.). Doch dieses Mal ist es anders. Es geht um die Versorgungssicherheit der österreichischen Bevölkerung. Die Politik ist gefordert, solchen Geldhaien wie dem belgischen Mutterkonzern die Rute ins Fenster zu stellen. Denn es kann ja nicht sein, dass von heute auf morgen 500 – in Worten: fünfhundert – Bauern die Existenzgrundlage entzogen wird. Doch bei dieser momentanen Regierung sehe ich für diese Bauern schwarz. Dieser Betrieb muss erhalten bleiben, notfalls durch eine Übernahme durch die Bauern.
Franz Mostögl, St. Andrä
Erschienen am Di, 13.10.2026
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