Die Schockwellen, die das Wahlergebnis von Sachsen-Anhalt ausgelöst hat, ziehen immer weitere Kreise. Jetzt hat sich zu diesem Thema sogar die deutsche Ex-Kanzlerin und frühere CDU-Chefin Angela Merkel aus der Pension zu Wort gemeldet. Ihr „blutet das Herz“ deswegen, lässt sie die Menschen wissen. Sie erteilt dann den guten Rat, die Politik soll eine andere Art der Kommunikation wählen, um die Menschen besser zu erreichen, und soll einen engeren Kontakt zu den Bürgern suchen. Nun, das wird nichts ändern. Nicht Dauerberieselung der Bürger mit Partei-Ideologie führt zu einem anderen Wahlergebnis. Ein solches kann nur erreicht werden durch eine andere Politik. Eine Politik, die die eigenen Bürger und Wähler nicht vor den Kopf stößt und sie nicht zur offensichtlichen „Bankomatkarte für Probleme der Welt, die sie nichts angehen“ werden lässt. Als Extrembeispiel kann man die Beliebtheitswerte von Kanzler Merz nehmen. Der ist angeblich in der Ukraine wesentlich beliebter als in Deutschland. Und Merkel mit ihren guten Ratschlägen „vergaß“ völlig zu erwähnen, dass gerade sie mit ihrem „Wir schaffen das“ einen Grundstein für den AfD-Erfolg legte.
Josef Höller, per E-Mail
Erschienen am Do, 10.9.2026
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