Wenn man sich die Bedingungen, die der Iran für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus stellt, genau durchliest, kommt man zum Schluss, dass das nichts mehr wird mit einer raschen Öffnung. Keine Aufgabe der nuklearen Bestrebungen, keine US-Präsenz im Golf, Milliardenentschädigungen und weitere Duldung der iranisch unterstützten Terrorbanden in Gaza und im Jemen sowie hohe Gebühren für das zukünftige Passieren der Meeresstraße. Alles Forderungen, denen die USA nicht zustimmen werden. Der Iran schießt sich in seinem Größenwahn in den eigenen Fuß, da die Weltwirtschaft sich umorientieren und durch den raschen Bau einer Bahn durch Saudi-Arabien die Straße von Hormus nicht mehr derart dringend benötigen wird. Die US-Blockade iranischer Häfen wird weitergehen. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran wartet bereits auf seine nächste Runde kriegerischer Auseinandersetzungen, spätestens nach den US-Midterm-Wahlen im November. Keine guten Aussichten.
Martin Krämer, per E-Mail
Erschienen am Di, 11.8.2026
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