Wären demnächst Nationalratswahlen (NRW), würde die FPÖ laut aktuellem Trend mit 37,1% als klarer Sieger hervorgehen. Die ÖVP liegt nach 26% bei der NRW 2024 nur bei rd. 20% der Wählerstimmen. Und wenn BK Stocker noch einige geistreiche Kommentare abliefert, könnte man sogar noch unter die 20%-Marke abfallen. Im Niemandsland steckt die SPÖ, die gerade noch bei 16% liegt. Sollte die FPÖ die nächste Wahl gewinnen, und danach sieht es derzeit in allen Umfragen aus, liegt dies auch an der Schwäche der ehemaligen Großparteien. Diese verfolgen seit Jahren nur ein einziges Ziel: Herbert Kickl muss mit allen Mitteln verhindert werden. Inhaltlich ist das wenig bis gar nichts. Der Sieg der FPÖ bei der nächsten NRW dürfte ziemlich sicher sein. Natürlich wird auch Herbert Kickl vieles von dem, was er jetzt vollmundig ankündigt, nicht umsetzen können. Aber anscheinend ist man mit dem Kurs, der gerade bei gesellschaftlich brisanten Themen gefahren wird, mehrheitlich nicht einverstanden. Die völlig aus dem Ruder gelaufene Corona-Politik steckt der Bevölkerung noch tief in den Knochen. Und auch die Ukraine-Politik wird zusehends kritisch hinterfragt. Während in der Ukraine Milliarden an Steuergeld versenkt werden, legt man der eigenen Bevölkerung nahe, den Gürtel gefälligst enger zu schnallen. Außerdem hat niemand Lust, beim Konflikt zweier ehemaliger Sowjetrepubliken unter die Räder zu geraten. Vielleicht wären hier einfach einige Kursänderungen notwendig, um als ehemals staatstragende Parteien wieder den Turnaround (die Wende, Anm.) zu schaffen.
Wolfgang Knapp, Höfen/Tirol
Erschienen am Di, 11.8.2026
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