Von den rund 60.000 Migranten, die Ceuta gestürmt haben, sind fast 50.000 nach kurzem Aufenthalt freiwillig wieder nach Marokko zurückgekehrt. Warum? Ganz einfach: Sie mussten einsehen, dass in Ceuta für so viele Neuankömmlinge Verpflegung und Unterbringung nicht vorhanden waren. Sie hatten sich offensichtlich alle erwartet, dass sie mit offenen Armen empfangen würden, dass man sie ausstattet – manche sind ja nur mit der Badehose bekleidet gekommen – dass sie sofort neben neuer Kleidung auch Nahrung und Getränke erhalten und dass sie Unterkunft in Häusern mit eigenen Betten finden würden. Das war alles nicht da. Also dann Rückkehr. Da hat man es doch zu Hause besser. Und was können wir daraus lernen: Solange wir den Zuwanderern sofort eine Annehmlichkeit nach der anderen bieten, viel mehr als die meisten unserer Nachbarländer, werden sie zu uns kommen und nicht zu den anderen. Und wenn die Annehmlichkeiten so groß sind, dass sie die Nachteile des Fremdseins überwiegen – dazu zählt die Überweisung von Geldbeträgen auf ein eigenes Konto zur vollständigen freien Verfügung – na dann werden sie bleiben. Und nicht genug, sie werden ihre daheim gebliebenen Angehörigen informieren und zum Nachkommen animieren. Ein nie endender Strom setzt sich in Gang.
Dr. Peter Lang, per E-Mail
Erschienen am So, 2.8.2026
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