Die aus zahlreichen Fachleuten bestehende Wehrdienstkommission hat einen achtmonatigen Grundwehrdienst plus zwei Monate Milizübungen empfohlen. Jedoch hat jede Regierungspartei eigene Wehrdienstmodelle entwickelt. Wie es aussieht, einigt sich die Dreierkoalition jetzt auf eine künftige Wehrdienstzeit von sechs Monaten Grundwehrdienst und anschließend drei Monaten Milizübungen. Militärische Analysen beruhen auf Fakten, ökonomischen Grundsätzen, geopolitischen Bewertungen, Aufklärung, Erfahrungen usw. und sind weder ein Wunschkonzert noch eine politische Spielwiese. Im Ernstfall geht es um Leben oder Tod. Eine qualifizierte Ausbildung der Soldaten ist entscheidend, um am Gefechtsfeld überleben zu können. Aus meiner Erfahrung sind sechs Monate Grundwehrdienst zu kurz, um die Einsatzfähigkeit auf Kompanie- und Bataillonsebene zu erreichen. Bei drei Monaten Milizübungen im Anschluss wird die vorgenommene Altersgrenze von 30 Jahren wahrscheinlich überschritten.
Oberst i.R. Kurt Gärtner, Wels
Erschienen am So, 12.7.2026
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