Ja, es ist ein regelrechtes Kasperltheater, das uns da auf EU-Ebene geboten wird. Laut Bericht in der „Krone“ entrüstet sich Deutschlands Kanzler Friedrich Merz über EU-Ratspräsident Antonio Costa, weil dessen Mitarbeiter telefonisch einen Gesprächskanal nach Moskau für eventuelle Friedensverhandlungen öffnen wollten. Anstatt froh über jeden diplomatischen Annäherungsversuch zu sein, spielt Merz hier wie ein eifersüchtiges Kind die beleidigte Leberwurst. Seit viereinhalb Jahren wird dieser Krieg durch massive Waffen- und Geldlieferungen an die Ukraine sowie durch verbales Eindreschen auf Russland künstlich am Leben erhalten. Und jetzt regt man sich in Berlin künstlich auf, nur weil man bei potenziellen Friedensverhandlungen nicht die erste Geige spielen darf. Man muss ehrlicherweise zugeben: Russland hat recht, wenn es erklärt, dass Merz und die gesamte EU als Vermittler absolut ungeeignet sind. Genau das sollten sich auch unsere nationalen Möchtegern-Strategen von den Neos, wie Frau Meinl-Reisinger, Helmut Brandstätter und Co., hinter die Ohren schreiben. Leute, ihr habt es selbst verbockt!
Josef Pratsch, Angern
Erschienen am So, 21.6.2026
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