Der Vorstoß von Innenminister Gerhard Karner in Brüssel ist im Grunde lobenswert: Wehrfähige Männer aus der Ukraine sollten ihrem Land helfen, und der bisherige Automatismus „Schutz für alle“ gehört hinterfragt. Dass man stattdessen „künftig“ genau prüfen will, wer tatsächlich Anspruch auf Schutz hat, lässt uns allerdings erstaunt aufhorchen. Es ist ein spätes, aber ein aufrichtiges Eingeständnis dafür, dass man genau das bis dato eben nicht getan hat. Bliebe nur noch die Frage offen: Lag das an chronischer Überlastung?
Josef Pratsch, Angern
Erschienen am Sa, 6.6.2026
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